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Wärmepumpe Arten: Luft, Erde und Wasser im Vergleich

Vier Arten von Wärmepumpen gibt es, in Hamburg sind nicht alle gleich zu haben. Laut Marktumfrage (Juni 2026) kostet Luft-Wasser rund 36.000 €, Erdsonde rund 56.000 €.

oder per E-Mail: kontakt@waermepumpe-in-hamburg.de

Vier Arten von Wärmepumpen werden nach Wärmequelle und Wärmeträger unterschieden: Luft-Wasser, Sole-Wasser mit Erdsonde oder Kollektor, Wasser-Wasser und Luft-Luft. Laut Marktumfrage der Verbraucherzentrale Energieberatung (Preise Juni 2026, abgelesen und gerundet) kostet eine Luft-Wasser-Anlage rund 36.000 €, Sole mit Erdsonde rund 56.000 €, Luft-Luft rund 13.000 €. In Hamburg läuft es für die meisten Häuser auf Luft-Wasser hinaus, weil die anderen Quellen an Grundstück, Behörde oder Warmwasser scheitern können.

Die Zahlen in der folgenden Tabelle stammen aus verschiedenen Quellen und sind keine Preise von uns. Die Jahresarbeitszahl beschreibt die Wärmemenge, die eine Kilowattstunde Strom im Jahresmittel liefert.

Welche Wärmepumpen-Arten gibt es, und was kosten sie?

Luft-Wasser liegt in der Marktumfrage rechnerisch 18.000 bis 20.000 € unter der Erdwärme, die dafür im Feldtest die höhere Jahresarbeitszahl erreicht. Bei Wasser-Wasser und Luft-Luft stammen viele Werte aus Modellrechnungen.

Art Wärmequelle Preis mit Einbau Jahresarbeitszahl Rechnerische Nutzungsdauer Lage in Hamburg
Luft-Wasser Außenluft ca. 36.000 € 3,4 (2,6 bis 4,9), Feldtest 18 Jahre An der Hauswand verfahrensfrei, Schall bleibt zu prüfen
Sole-Wasser mit Erdsonde Erdreich, Bohrung ca. 56.000 € 4,3 (3,6 bis 5,4), Feldtest 20 Jahre, Sonde mindestens 50 Erlaubnis der BUKEA, 5 m zur Grenze
Sole-Wasser mit Kollektor Erdreich, flach ca. 54.000 € 4,1, Modell 20 Jahre 1 m zur Grenze, viel freie Fläche
Wasser-Wasser Grundwasser 27.000 bis 50.000 €, Modell oft ab 5 20 Jahre Genehmigung „sehr eingeschränkt“
Luft-Luft Außenluft ca. 13.000 € 2,5 bis 3,5, Modell – Kein Heizwasser, Warmwasser getrennt

Quellen sind die Verbraucherzentrale Energieberatung und co2online für die Preise, das Fraunhofer ISE (Auswertung 2024, milder Winter) und co2online für die Arbeitszahlen, das BBSR für die Nutzungsdauer. Zum Vergleich führt dieselbe Marktumfrage eine neue Gasheizung mit 16.000 €, und die Kosten im Einzelnen rechnen wir getrennt vor.

Was kostet es bei Ihnen?

Die Zahlen oben sind Richtwerte. Was es bei Ihnen kostet, sagen wir Ihnen nach einem kurzen Gespräch.

Für welche Häuser reicht die Luft-Wasser-Wärmepumpe?

Sie reicht für Häuser, die einen Aufstellort mit Abstand zum Nachbarfenster haben und deren Heizkreis mit höchstens 55 °C auskommt. Sie braucht weder Bohrung noch Erlaubnis der Wasserbehörde. An der Hauswand fällt in Hamburg auch keine Baugenehmigung an, wenn das Gerät mit Fundament und Einhausung bis 2 m hoch und je Grenze bis 3 m lang bleibt.

Die Grenze liegt beim Schall, denn nach Angabe der Stadt ist das Luft-Potenzial gerade bei Reihenhäusern dadurch begrenzt. Wer keinen passenden Platz hat, sollte das vor allen anderen Fragen klären. Wie wir das rechnen, steht unter Luft-Wasser-Wärmepumpe Hamburg.

Lohnt sich die Erdsonde gegenüber der Luft?

Allein über die Stromrechnung lohnt sie sich in unserem Beispiel nicht, weil der Mehrpreis höher ist, als die bessere Jahresarbeitszahl in der Nutzungsdauer einspielt. Erdwärme hat andere Vorzüge, nur sollte man sie nicht wegen der Stromkosten wählen.

Beispiel. Angenommen, das Haus braucht 18.000 kWh Wärme im Jahr und bezieht Heizstrom für 29,0 Cent je Kilowattstunde (BDEW, 01.10.2026). Wir rechnen mit den Mittelwerten des Feldtests, wobei die Erdsonden dort nur 13 Anlagen sind.

Posten Luft-Wasser Sole mit Erdsonde
Preis laut Marktumfrage ca. 36.000 € ca. 56.000 €
Rechnerisch nach KfW 30 % und IFB 20 %, Zuschuss zusammen 15.600 € 17.400 €
Rechnerisch bleibt 20.400 € 38.600 €
Jahresarbeitszahl 3,4 4,3
Strom im Jahr, rechnerisch 5.300 kWh rund 4.190 kWh
Stromkosten im Jahr, rechnerisch 1.540 € rund 1.210 €

Mit der Sonde sparen Sie rechnerisch rund 330 € Strom im Jahr, haben aber 18.200 € mehr bezahlt. Bis das ausgeglichen ist, vergehen rund 55 Jahre, während das Gerät mit 20 Jahren angesetzt ist und nur die Sonde mit mindestens 50. Den Zuschussweg bekommt außerdem nicht jeder, das erklären wir unter IFB oder KfW.

Trotzdem gibt es Gründe für die Sonde. Draußen steht kein Gerät mit Ventilator, was bei knappem Abstand zum Nachbarfenster den Schall aus der Rechnung nimmt. Sie kann passiv kühlen, was Luftgeräte nicht können, und die Bohrung bleibt für das nächste Gerät im Boden.

Wann kommt Erdwärme in Hamburg überhaupt infrage?

Sie kommt infrage, wenn das Grundstück die Abstände hergibt und keine Wasserschutzzone dagegensteht. Die Sonde muss 5 m zur Grundstücksgrenze einhalten, weniger nur mit schriftlicher Zustimmung des Nachbarn, dazu 2 m zum Gebäude und 3 m zu Fernwärmeleitungen. Üblich sind 25 bis 100 m Tiefe, die Grenze legt das Geologische Landesamt fest.

In Schutzzone I und II ist die Bohrung unzulässig, in Zone III nur mit Befreiung möglich. Hamburg hat derzeit sechs Wasserschutzgebiete, nämlich Baursberg, Süderelbmarsch/Harburger Berge, Curslack/Altengamme, Langenhorn/Glashütte, Billstedt und Eidelstedt/Stellingen. Im Reihenmittelhaus scheitert die Sonde meist schon daran, dass sie zu beiden seitlichen Grenzen diese 5 m braucht.

Der Antrag geht mindestens 4 Wochen vor Baubeginn an die BUKEA, Referat W 12, die Bohranzeige 14 Tage vor Beginn. Die Bohrung macht eine Firma mit Zulassung nach DVGW W 120, die wir einbinden. Mehr dazu steht unter Erdwärmepumpe Hamburg und bei den Maßen für Sonde und Kollektor.

Baugrube im Garten eines Klinkerhauses mit schwarzen Rohren eines Erdkollektors in gleichmäßigen Schleifen auf Sand

Wie viel Garten braucht ein Erdkollektor?

Der Bundesverband Wärmepumpe nennt 150 bis 200 m² Kollektorfläche je 100 m² Wohnfläche. Bei 130 m² Wohnfläche ergibt das rechnerisch 195 bis 260 m² freien Garten, der nicht überbaut werden darf und auf den keine tief wurzelnden Bäume gehören. Auf einem Reihenhausgrundstück ist so viel Fläche selten frei.

Die Rohre liegen in Hamburg laut BUKEA 1 bis 2 m tief, und zur Grenze reicht 1 m Abstand. Liegen sie mehr als 1 m über dem höchsten Grundwasserstand, ist nach Angabe der Behörde keine Erlaubnis nötig, im Wasserschutzgebiet aber eine Befreiung.

Geht in Hamburg eine Grundwasser-Wärmepumpe?

Nur in seltenen Fällen, denn die BUKEA schreibt ausdrücklich: „In Hamburg ist die Genehmigungsfähigkeit sehr eingeschränkt.“ Das Grundwasser enthält hier viel Eisen, und das führt zur Verockerung, also zu Ablagerungen in Brunnen und Wärmetauscher. Die gute Effizienz, für die die Verbraucherzentrale oft Werte ab 5 nennt, hilft dann wenig.

Dazu kommen die Kosten der Erschließung, co2online setzt für einen Brunnen 8.000 bis 16.000 € an. Deshalb fragen wir zuerst bei der Behörde nach, bevor wir für diese Art ein Angebot rechnen.

Was kann eine Luft-Luft-Wärmepumpe und was nicht?

Was gilt für Warmwasser-Wärmepumpe und Hybridheizung?

Beide sind Sonderformen und ersetzen die Anlagen aus der Tabelle nur in bestimmten Fällen. Die Warmwasser-Wärmepumpe erwärmt nur Trinkwasser und kostet laut ADAC komplett 2.900 bis 4.800 €, sie heizt das Haus nicht. Die Hybridheizung kombiniert Luft-Wasser mit einem Gas-Brennwertkessel und liegt in der Marktumfrage bei rund 49.000 €, laut Bundesverband Wärmepumpe ist sie nur in wenigen Fällen nötig.

Bekommt jede Art denselben Zuschuss?

Bei der KfW ja, wenn das Gerät auf der BAFA-Liste steht, denn Grundförderung und Boni hängen an Nutzung, Altheizung und Einkommen und nicht an der Wärmequelle. Die Grundförderung beträgt 30 %, die förderfähigen Kosten sind bis 31.01.2027 in der ersten Wohneinheit auf 28.000 € begrenzt. Den früheren Effizienzbonus gibt es seit dem 21.07.2026 nicht mehr, und deshalb bekommt die teurere Erdsonde bei der KfW keinen Euro mehr.

Bei der IFB Hamburg sind Erdsonde und Kollektor förderfähig, der Zuschuss von 20 % endet bei 9.000 € und ist damit bei Kosten von 45.000 € ausgeschöpft. Die Bedingungen an das Gerät stehen unter Förderung Wärmepumpe Hamburg. Eine Zusage über einen bestimmten Betrag kann nur die Förderstelle geben.

Welche Art passt zu welchem Grundstück?

Meist passt Luft-Wasser, bei großem Garten und Budget für die Bohrung auch die Erdsonde. Heizlast und Schall rechnen wir danach, die Übersicht ist unsere fachliche Einschätzung und keine Vorschrift.

Ausgangslage Erste Wahl Was wir zuerst prüfen
Einfamilienhaus mit Garten Luft-Wasser Vorlauf, Abstand zum Nachbarfenster
Einfamilienhaus mit großem Garten, Budget für die Bohrung Erdsonde Wasserschutzzone, 5 m zur Grenze, Bohrtiefe
Gut gedämmt, große Freifläche Kollektor oder Luft-Wasser Fläche, Bäume, Grundwasserstand
Reihenendhaus Luft-Wasser an der Giebelseite Schall, Schutzbereich bei Propan
Reihenmittelhaus Luft-Wasser im Vorgarten oder Garten Schall, Vorgarten vorab mit dem Bezirksamt klären, Lösungen je Lage

Wenn Sie uns Wohnfläche, Heizverbrauch, die ungefähre Grundstücksgröße und die Lage der Nachbarfenster nennen, können wir die Auswahl schon vor dem ersten Termin eingrenzen. Der Termin selbst kostet nichts. Am einfachsten geht das über das Formular oder per Mail an kontakt@waermepumpe-in-hamburg.de.

Häufige Fragen

Welche Wärmepumpen-Art erreicht die höchste Jahresarbeitszahl?

4,3 erreichten Erdsonden im Feldtest des Fraunhofer ISE im Mittel, Außenluftgeräte 3,4. Für Grundwasser nennt die Verbraucherzentrale oft Werte ab 5, nur ist diese Art in Hamburg selten genehmigungsfähig.

Was kostet eine Luft-Luft-Wärmepumpe?

13.000 € nennt die Marktumfrage der Verbraucherzentrale Energieberatung als gerundeten Wert für Preise vom Juni 2026. Das Modell von co2online nennt 12.500 bis 17.500 € für ein Haus mit 130 m² und fünf Räumen.

Reicht eine Luft-Luft-Wärmepumpe als einzige Heizung im Haus?

Nein, in den meisten Häusern nicht. Sie erwärmt nur die Luft der Räume mit Inneneinheit und liefert kein Warmwasser, die Heizkörper bleiben kalt. Für das Warmwasser braucht man eine eigene Lösung.

Wie tief wird in Hamburg für eine Erdsonde gebohrt?

25 bis 100 m sind laut BUKEA üblich. Die höchstzulässige Tiefe für Ihr Grundstück legt das Geologische Landesamt schriftlich fest, und der Antrag geht mindestens 4 Wochen vor Baubeginn an die BUKEA.

Darf ich im Hamburger Wasserschutzgebiet nach Erdwärme bohren?

Nein in den Schutzzonen I und II. In Zone III ist es nur mit einer Befreiung möglich, und um Trinkwasser- und Notbrunnen ist es im Umkreis von 100 m unzulässig.

Lässt sich in Hamburg eine Grundwasser-Wärmepumpe genehmigen?

Ja, aber selten. Die BUKEA nennt die Genehmigungsfähigkeit in Hamburg „sehr eingeschränkt“, weil das Grundwasser viel Eisen enthält und Brunnen dadurch verockern. Ohne Klärung bei der Behörde planen wir diese Art nicht.

Gibt es für Erdwärme mehr Zuschuss von der KfW als für Luft?

Nein. Die Sätze der KfW hängen nicht von der Wärmequelle ab, und der frühere Effizienzbonus ist seit dem 21.07.2026 gestrichen. Die Grenze der förderfähigen Kosten beträgt bis 31.01.2027 für beide 28.000 € in der ersten Wohneinheit.

Wie viel Gartenfläche braucht ein Erdkollektor?

Für 100 m² Wohnfläche rechnet der Bundesverband Wärmepumpe mit 150 bis 200 m² Kollektorfläche. Die Fläche darf nicht überbaut werden, und tief wurzelnde Bäume gehören nicht darauf.

Kann jede Wärmepumpen-Art im Sommer kühlen?

Nein. Luftgeräte kühlen nur aktiv und nur, wenn sie umkehrbar sind. Passiv kühlen, also fast nur mit Pumpenstrom, können allein Anlagen mit Sole oder Wasser.

Wie lange hält welche Wärmepumpe?

18 Jahre beträgt die rechnerische Nutzungsdauer einer Luft-Wasser-Anlage nach BBSR, 20 Jahre die von Sole- und Wassergeräten. Erdsonden sind mit mindestens 50 Jahren angesetzt und überdauern das Gerät darum.

Hände mit Grundrissplan, Zollstock und Bleistift auf einem Esstisch aus Eiche, daneben eine Tasse Kaffee
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