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Monteur von hinten am Verteiler, davor frisch verlegte Rohre einer Fußbodenheizung in Schleifen auf Dämmplatten
Planung, Einbau, Wartung

Kann eine Wärmepumpe im Sommer auch kühlen?

In Häusern in Hamburg planen wir die Kühlfunktion nur dort, wo die Heizflächen sie leisten können. Luftgeräte kühlen nur aktiv, und die Oberfläche bleibt dabei mindestens bei 20 °C.

oder per E-Mail: kontakt@waermepumpe-in-hamburg.de

Ja, eine Wärmepumpe kann kühlen, wenn das Gerät umkehrbar ist oder eine Sole- oder Wasserquelle passiv genutzt wird. Bei Luft-Wasser-Geräten ist der umkehrbare Betrieb der einzige Weg. Die gekühlte Oberfläche bleibt dabei mindestens bei 20 °C, und ein Taupunktwächter sichert das ab (Verbraucherzentrale, BWP, co2online, Stand 11/2026).

Erwarten Sie an warmen Tagen eine spürbare Entlastung, die Leistung einer Klimaanlage erreichen Flächen im Kühlbetrieb nicht. Was bei Ihnen möglich ist, rechnen wir in der Planung aus.

Aktive und passive Kühlung unterscheiden sich in Technik, Geräusch und Preis.

Aktive Kühlung Passive Kühlung
Wärmequelle Luft, Sole oder Wasser nur Sole oder Wasser
Gerät umkehrbar, Verdichter läuft Wärmetauscher zur Quelle, Verdichter bleibt aus
Geräusch außen wie im Heizbetrieb, Beispielgerät 68 dB(A) Volllast kein Außengerät
Marktumfrage, ganze Anlage Luft-Wasser 36.000 € Sole mit Erdsonde ca. 56.000 €

Die Preise stammen aus der Marktumfrage der Verbraucherzentrale Energieberatung (Preise 06/2026, abgelesen und gerundet) und gelten für die Heizungsanlage als Ganzes, also ohne eigenen Posten für die Kühlfunktion.

Kann ich mit normalen Heizkörpern kühlen?

In der Regel nein, jedenfalls nicht so, dass Sie es merken. Ein Heizkörper gibt seine Wärme über eine kleine Fläche ab, und das klappt nur mit großem Temperaturunterschied zum Raum. Im Kühlbetrieb ist dieser Unterschied gering, weil das Wasser wegen des Taupunkts nicht beliebig kalt werden darf.

Das betrifft viele ältere Häuser in Hamburg, denn dort hängen meist Heizkörper. Dazu kommt, dass der wärmste Raum oft das ausgebaute Dachgeschoss ist, wo selten eine Flächenheizung liegt. Wer dort kühlen will, braucht eine eigene Lösung für diesen Raum.

Heizfläche Taugt zum Kühlen Was wir prüfen
Fußbodenheizung ja Taupunktwächter, Oberfläche mindestens 20 °C, Bodenbelag
Wand- oder Deckenheizung ja Taupunktwächter, Rohrführung, Möbel davor
Gebläsekonvektor ja Kondensatablauf, Geräusch im Schlafraum
normaler Heizkörper kaum aus dem Kühlkreis nehmen

Eine Fußbodenheizung nachzurüsten kostet laut co2online 20 bis 135 €/m², das Beispiel mit 130 m² gefräst liegt bei 11.500 €. Für die Kühlung allein gibt das selten jemand aus. Es kann aber passen, wenn die Fläche ohnehin den Vorlauf im Winter senken soll, und die IFB zählt Flächenheizungen bis 35 °C zu den förderfähigen Kosten.

Was ist der Taupunkt, und warum begrenzt er die Kühlung?

Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der Feuchte aus der Raumluft an einer kalten Fläche zu Wasser wird. Deshalb bleibt die Oberfläche im Kühlbetrieb mindestens bei 20 °C, und ein Taupunktwächter stoppt die Kühlung, bevor es dazu kommt. Ein nasser Boden fällt sofort auf, an Rohren im Keller bleibt das Wasser länger unbemerkt.

Rohre, die im Winter warm waren, werden im Sommer kalt und schwitzen, wenn sie nicht dampfdicht gedämmt sind, und das gilt auch für Verteiler, Pumpen und Puffer. Bei einer Anlage, die bisher nur geheizt hat, ist die vorhandene Dämmung dafür meist nicht ausgelegt.

Bad und Gäste-WC nehmen wir in der Regel aus dem Kühlkreis heraus, denn dort ist die Luft feucht und ein kühler Boden unerwünscht. Das klären wir vor dem Einbau, weil sich solche Kreise nachträglich nur mit eigenen Stellantrieben trennen lassen.

Wie laut ist der Kühlbetrieb nachts?

Ungefähr so laut wie das Heizen bei gleicher Last, ein Beispielgerät nennt 68 dB(A) bei Volllast im Kühlen und 69 dB(A) bei Volllast im Heizen. Die TA Lärm misst 0,5 m vor dem geöffneten Fenster, und im Sommer steht dieses Fenster nachts oft tatsächlich offen.

Gebiet nach TA Lärm Richtwert nachts (22 bis 6 Uhr) Mindestabstand bei 55 dB nach LAI bei 60 dB nach LAI
reines Wohngebiet 35 dB(A) 7,6 m 13,9 m
allgemeines Wohngebiet 40 dB(A) 3,9 m 7,6 m
Dorf-, Misch-, Kerngebiet 45 dB(A) 1,9 m 3,9 m

Die Abstände stammen aus der Kurzfassung des LAI-Leitfadens vom 28.08.2023, der eine Auslegungshilfe ist, entscheidend bleibt die TA Lärm. In Hamburg gilt daneben das Rücksichtnahmegebot, und im Reihenhaus begrenzt der Schall nach Angaben der Stadt das Potenzial von Luftgeräten ohnehin. Die ganze Rechnung mit Zuschlägen für Wand und Ecke steht bei der Lautstärke am Nachbarfenster.

Kühlt die Anlage auch in der Nacht, rechnen wir den Schall deshalb für den Sommerfall nach und begrenzen im Zweifel die Nachtstufe, was die Kühlleistung senkt. Beim Aufstellen braucht das Gerät zudem etwas mehr Luft, bei einem Beispielgerät steigt der Abstand an der Lufteintrittsseite von 200 auf 250 mm. Wo das Gerät stehen kann, steht bei der Luft-Wasser-Wärmepumpe.

Lohnt sich eine Erdsonde wegen der passiven Kühlung?

Allein deswegen nein, denn der Aufpreis zur Luft-Wasser-Anlage liegt in der Marktumfrage rechnerisch bei 20.000 €. Passive Kühlung ist leise und braucht nur den Strom der Pumpen. Als alleiniger Grund für eine Erdwärmepumpe reicht sie aber selten.

Beispiel. Angenommen, Sie brauchen 18.000 kWh Wärme im Jahr und vergleichen beide Bauarten zum Heizstrompreis von 29,0 ct (BDEW, 01.10.2026). Mit der Jahresarbeitszahl 3,4 aus dem Fraunhofer-Feldtest braucht das Luftgerät 5.300 kWh und kostet 1.540 € im Jahr. Mit 4,3 braucht die Erdsonde rechnerisch rund 4.190 kWh und kostet rund 1.210 €, also rund 330 € weniger. Bei gleichem Fördersatz wäre der KfW-Zuschuss gleich hoch, weil beide Anlagen über der Höchstgrenze von 28.000 € liegen (Antrag bis 31.01.2027).

Die 20.000 € Aufpreis kommen über den Strom damit in keiner üblichen Nutzungsdauer zurück, auch wenn Sonden laut BBSR mindestens 50 Jahre halten und das Gerät selbst rechnerisch 20 Jahre. Der Komfort der leisen Kühlung ist darin nicht eingerechnet.

In Hamburg kommt die Genehmigung dazu. Die Erdwärme braucht eine Erlaubnis nach § 8 WHG über die BUKEA, und in den Wasserschutzzonen I und II ist sie unzulässig. Zur Grundstücksgrenze gelten für Sonden 5 m, weniger nur mit schriftlicher Zustimmung des Nachbarn. Auf einem schmalen Grundstück scheitert die Sonde oft schon daran.

Neues Einfamilienhaus aus hellem Klinker mit dunklem Satteldach, neben der Terrasse ein Außengerät auf einem Sockel

Wann sparen Sie sich die Kühlfunktion besser?

Wenn das Haus nur Heizkörper hat und vor allem das Dachgeschoss zu warm wird. In diesem Fall bringt die Funktion wenig, und außen liegender Sonnenschutz, Lüften in der Nacht und eine Dämmung unter dem Dach sollten zuerst kommen. Diese Maßnahmen machen kein Außengeräusch und brauchen keinen Verdichter.

Auch wegen des Klimas planen wir hier zurückhaltend. Der DWD nennt für Fuhlsbüttel Monatsmittel von 18,3 °C im Juli und 18,0 °C im August (1991 bis 2020), das sind Mittelwerte und keine heißen Tage. Sinnvoll ist die Kühlung nur, wenn sie Ihre Räume an den heißen Tagen wirklich erreicht.

Wer vor allem einzelne Räume kühlen möchte, liest bei den Wärmepumpen-Arten, was eine Luft-Luft-Wärmepumpe von einer Wasserheizung unterscheidet. Die Marktumfrage nennt für Luft-Luft ca. 13.000 €.

Was im Angebot stehen sollte, wenn die Anlage kühlen soll

Das Gerät sollte ausdrücklich als umkehrbar beschrieben sein, und die Kühlung sollte als eigener Posten im Angebot stehen. Ob die Kühlfunktion selbst förderfähig ist, klären wir vor dem Antrag, deshalb weisen wir sie getrennt aus. Diese Punkte sollte jedes Angebot beantworten.

  • Taupunktwächter. Wie viele, und an welchen Stellen sitzen sie?
  • Dämmung im Keller. Sind Rohre, Verteiler und Puffer dampfdicht gedämmt, und ist das eingerechnet?
  • Kühlkreise. Welche Räume kühlen, welche bleiben draußen, und gibt es dafür Stellantriebe?
  • Regelung. Wie schaltet die Anlage zwischen Kühlen und Warmwasser um? Beides gleichzeitig kann ein einzelnes Gerät in der Regel nicht.
  • Schall im Sommer. Wurde die Schallrechnung für den Nachtbetrieb gemacht, und mit welcher Stufe?

Gekühlt wird meist tagsüber, wenn auch Solarstrom anfällt, wie das zusammenpasst, steht bei der Wärmepumpe mit Solarstrom. Für die Kühlung in der Nacht gilt das nicht.

Was wir wissen sollten, wenn Sie über Kühlung nachdenken

Schreiben Sie uns, welche Räume im Sommer zu warm werden, ob eine Fußbodenheizung liegt und wie nah das nächste Nachbarfenster an der geplanten Stelle für das Außengerät ist. Ein Foto vom Keller mit den Heizungsrohren hilft ebenfalls. Das geht über das Formular oder an kontakt@waermepumpe-in-hamburg.de, und im ersten Termin, der nichts kostet, sehen wir uns die Stellen an.

Häufige Fragen

Kann jede Wärmepumpe kühlen?

Nein. Für die aktive Kühlung muss das Gerät umkehrbar sein, für die passive braucht die Anlage Sole oder Wasser als Quelle. Fragen Sie vor dem Vertrag danach, denn bei einem nicht umkehrbaren Luftgerät gibt es keinen zweiten Weg.

Kann eine Luft-Wasser-Wärmepumpe passiv kühlen?

Nein. Passive Kühlung braucht eine kühle Quelle im Boden oder Grundwasser. Bei Luftgeräten ist das umkehrbare Gerät der einzige Weg, und dabei läuft der Verdichter.

Kann ich mit normalen Heizkörpern im Sommer kühlen?

Nein, spürbar ist das in der Regel nicht. Heizkörper haben wenig Fläche, und das Wasser darf wegen des Taupunkts nicht beliebig kalt werden. Für den Kühlbetrieb brauchen Sie Fußboden, Wand, Decke oder Gebläsekonvektoren.

Wie kalt darf die Fußbodenheizung beim Kühlen werden?

20 °C an der Oberfläche sind die Untergrenze im Kühlbetrieb. Ein Taupunktwächter sichert das zusätzlich ab, damit sich auf dem Boden und an den Rohren kein Wasser niederschlägt.

Wird beim Kühlen ein Taupunktwächter gebraucht?

Ja. Er stoppt oder begrenzt die Kühlung, bevor sich an kalten Flächen und Rohren Kondenswasser bildet. Wir setzen ihn an die kritischen Stellen des Kühlkreises und nehmen das Bad aus der Kühlung heraus.

Ist die Wärmepumpe beim Kühlen genauso laut wie beim Heizen?

Ja, ungefähr. Ein Beispielgerät nennt im Datenblatt 68 dB(A) bei Volllast im Kühlen und 69 dB(A) bei Volllast im Heizen. Im Teillastbetrieb liegt der Heizwert desselben Geräts bei 59 dB(A).

Welcher Nachtwert gilt für das kühlende Außengerät?

40 dB(A) im allgemeinen Wohngebiet und 35 dB(A) im reinen Wohngebiet, von 22 bis 6 Uhr, gemessen 0,5 m vor dem geöffneten Fenster nach TA Lärm. Im Sommer steht dieses Fenster oft wirklich offen.

Lohnt sich eine Erdsonde nur wegen der passiven Kühlung?

Nein. In der Marktumfrage der Verbraucherzentrale Energieberatung (Preise 06/2026) kostet die Erdsonden-Anlage ca. 56.000 €, Luft-Wasser 36.000 €. Rechnerisch 20.000 € Aufpreis holen Sie über Kühlung und Strom kaum herein.

Braucht ein Außengerät mit Kühlfunktion mehr Abstand zur Wand?

Ja, oft etwas. Bei einem Beispielgerät steigt der hintere Abstand an der Lufteintrittsseite von 200 auf 250 mm. Es gilt immer die Anleitung des Geräts, das bei Ihnen eingebaut wird.

Was kostet eine nachgerüstete Fußbodenheizung, wenn ich kühlen will?

20 bis 135 €/m² nennt co2online, das Beispiel mit 130 m² gefräst liegt bei 11.500 €. Allein für die Kühlung rechnet sich das selten, oft aber, wenn die Fläche ohnehin den Vorlauf im Winter senkt.

Hände mit Grundrissplan, Zollstock und Bleistift auf einem Esstisch aus Eiche, daneben eine Tasse Kaffee
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Schreiben Sie uns kurz, um welches Haus es geht und womit Sie heute heizen. Wir sagen, welche Anlage passt und welcher Förderweg sich rechnet — Rückmeldung innerhalb eines Werktags.

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