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Vorlauftemperatur Wärmepumpe: Hand eines Monteurs stellt mit einem kleinen Schlüssel das Ventil eines weißen Heizkörpers ein
Planung, Einbau, Wartung

Vorlauftemperatur der Wärmepumpe: Heizkörper im Haus in Hamburg prüfen

Für Wärmepumpen in Hamburger Bestandshäusern prüfen wir, ob die vorhandenen Heizkörper mit wenig Vorlauf auskommen. Das Ziel sind höchstens 55 °C, besser 30 bis 50 °C.

oder per E-Mail: kontakt@waermepumpe-in-hamburg.de

Die Vorlauftemperatur einer Wärmepumpe soll höchstens 55 °C erreichen, gut läuft die Anlage zwischen 30 und 50 °C (Verbraucherzentrale). Vorlauf heißt das Heizwasser, das zu den Heizkörpern fließt. Je Grad weniger sinkt der Strombedarf um 2 bis 4 %, die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz nennt in zwei Papieren 2 bis 3 % und 3 bis 4 %.

Für ein 9-kW-Gerät nennt das Herstellerdatenblatt diese Werte, als Beispiel und ohne Empfehlung. COP heißt die Wärme je Kilowattstunde Strom im Moment der Messung.

Außenluft COP bei 35 °C Vorlauf COP bei 55 °C Vorlauf Strom für 10 kWh Wärme, rechnerisch
7 °C 4,48 2,78 2,2 kWh gegen 3,6 kWh
−7 °C 2,63 1,80 3,8 kWh gegen 5,6 kWh

Gleiche Wärme kostet also bei 55 °C rund anderthalbmal so viel Strom wie bei 35 °C. Welche Temperatur Ihre Heizkörper brauchen, lässt sich mit einem einfachen Test eingrenzen.

Wie prüfe ich meine Heizkörper an einem kalten Tag?

Stellen Sie an einem kalten Tag den Vorlauf am Kessel auf 55 °C und alle Thermostate auf Stufe 3. Werden alle Räume warm, geht die Wärmepumpe, sonst ersetzt man einzelne Heizkörper (Verbraucherzentrale). Der Bundesverband Wärmepumpe rät ebenfalls, nur bei niedrigen Außentemperaturen zu testen.

In Fuhlsbüttel liegt das Januarmittel bei 2,0 °C, und im Mittel gibt es 13,3 Eistage im Jahr, also Tage, an denen es auch mittags friert (DWD, 1991 bis 2020). So ein Tag ist für den Test am besten geeignet. Geben Sie den Räumen einige Stunden Zeit und gehen Sie danach durch alle Zimmer, auch durchs Bad.

Ergebnis des Tests Was daraus folgt Was wir dann tun
Alle Räume werden bei 55 °C warm Die Heizkörper reichen Test mit 50 °C wiederholen, jedes Grad spart Strom
Einzelne Räume bleiben kalt, oft Bad oder Eckzimmer Einzelne Heizkörper sind zu klein Raum für Raum rechnen und nur diese ersetzen
Die meisten Räume bleiben kalt Heizflächen oder Gebäudehülle reichen nicht Fenster und Dach prüfen, danach Gerät und Alternativen neu rechnen
Regler lässt sich nicht einstellen Kein Testergebnis Wir lesen Kessel und Heizkurve beim ersten Termin aus

Mit dem Test sehen Sie die Richtung, eine Berechnung ersetzt er nicht. Für den Förderantrag rechnen wir ohnehin die raumweise Heizlast und gleichen damit jeden Heizkörper ab.

Monteur von hinten am Verteiler, davor frisch verlegte Rohre einer Fußbodenheizung in Schleifen auf Dämmplatten

Welche Vorlauftemperatur ist im Altbau normal?

In einem Feldtest von Fraunhofer ISE lagen Außenluftgeräte in Gebäuden von Baujahr 1949 bis 1979 bei 31 bis 43 °C. Für alle 29 ausgewerteten Außenluftanlagen nennt der Bericht einen maximalen Vorlauf von 43,6 °C, Auswertung 07/2018 bis 06/2019.

Leistungszahl bei 35 und 55 °C Vorlauf im Vergleich: bei 7 °C außen 4,48 und 2,78, bei −7 °C 2,63 und 1,80

Vorlauf am kältesten Tag Einordnung Quelle
bis 35 °C Flächenheizung, bei der IFB bis 35 °C förderfähig IFB Produktinformation
30 bis 50 °C Zielbereich Verbraucherzentrale
bis 55 °C Obergrenze des Ziels, Niedertemperatur-Heizkörper bis 55 °C bei der IFB förderfähig Verbraucherzentrale; IFB
bis 70 °C möglich, geht zu Lasten der Effizienz Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz

Fraunhofer ISE fand keinen Zusammenhang zwischen Baualter und Effizienz, entscheidend war die Heizkreistemperatur. Unsaniert waren die untersuchten Häuser aber meist nicht. In der späteren Auswertung hatten die bis Baujahr 1979 errichteten zu 95 % sanierte Fenster, zu 82 % ein saniertes Dach und zu 51 % eine sanierte Außenwand. Für Altbauten in Hamburg heißt das, dass wir den Stand von Fenstern und Dach immer mit aufnehmen.

Wo es an den Heizkörpern im Bestand eng wird

Meist fehlt schlicht Heizfläche, das ist aber nicht der einzige Grund. Vier Punkte prüfen wir im Haus selbst:

  • Nische unter dem Fenster. Ein größerer Heizkörper passt oft nicht in die alte Mauernische, dann bleibt nur ein tieferes Modell mit mehr Lagen, oder der Heizkörper kommt an eine andere Wand.
  • Einrohrheizung. Hier läuft das Wasser durch einen Heizkörper in den nächsten, und der letzte im Strang bleibt kühler. Das müssen wir umbauen oder mit deutlich mehr Heizfläche ausgleichen.
  • Rohre im Klinker. Neue Anschlüsse an einer anderen Wand bedeuten oft neue Rohrwege, was im Klinkerhaus wegen der Durchbrüche genauer zu planen ist.
  • Alte Ventile. Der Bundesverband Wärmepumpe hält einen Ventiltausch in 90 % der Fälle für sinnvoll.

Was kostet es, wenn einzelne Heizkörper getauscht werden?

Ein getauschter Heizkörper kostet in Angeboten 326 bis 1.207 €, im Median 642 € (Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Auswertung 2025, 18 Angebote). Enthalten war der Tausch nach der Auswertung vom Juli 2026 nur in 23 % der Angebote, er kommt also oft obendrauf.

Heizkörper Summe zum Median, rechnerisch
5 Stück rund 3.210 €
10 Stück rund 6.420 €
15 Stück rund 9.630 €

Meist reicht ein Teil der Heizkörper. Bei der IFB zählen Niedertemperatur-Heizkörper zu den förderfähigen Ausgaben, und was das im Einzelfall bringt, steht bei der Förderung in Hamburg.

Was kostet es bei Ihnen?

Die Zahlen oben sind Richtwerte. Was es bei Ihnen kostet, sagen wir Ihnen nach einem kurzen Gespräch.

Lohnt sich der Tausch allein wegen der Stromkosten?

Oft nicht, solange die Räume auch so warm werden. Im Beispiel rechnen wir nur den Strom.

Beispiel. Annahmen: 18.000 kWh Wärme im Jahr, Jahresarbeitszahl 3,4, also 5.300 kWh Strom, Heizstrom 29,0 Cent je Kilowattstunde (BDEW, Stichtag 01.10.2026). Fünf neue Heizkörper zum Median senken den Vorlauf von 55 auf 50 °C.

Posten Bei 2 % je Grad Bei 4 % je Grad
Weniger Strom bei 5 Grad weniger 10 %, 530 kWh 20 %, 1.060 kWh
Weniger Stromkosten im Jahr rund 150 € rund 310 €
Heizkörper, fünf Stück rund 3.210 € rund 3.210 €
Rechnerische Dauer bis zum Ausgleich rund 21 Jahre rund 10 Jahre

Die rechnerische Nutzungsdauer einer Luft-Wasser-Wärmepumpe liegt bei 18 Jahren (BBSR). Bei 2 % je Grad gleicht sich der Tausch über den Strom also nicht aus, ein Zuschuss verkürzt die Zeit nur, solange die förderfähigen Kosten noch nicht ausgeschöpft sind. Deshalb tauschen wir die Heizkörper, die den Vorlauf wirklich oben halten, und lassen die übrigen, wo sie sind.

Brauche ich eine Fußbodenheizung?

Nein, sie ist für die Wärmepumpe keine Bedingung. Laut Fraunhofer ISE laufen ausreichend große Heizkörper ähnlich niedrig wie Flächenheizungen, und nachgerüstet ist der Boden teuer (co2online, abgerufen im November 2026).

Nachrüstung je m² Preis
Nasssystem 45 bis 130 €
Trockensystem 65 bis 135 €
Dünnschicht 30 bis 100 €
Gefräst 30 bis 120 €
Beispiel 130 m² gefräst, gesamt 11.500 €

In dem Beispiel über 130 m² entfallen 1.300 € auf den Belag, 6.900 € auf Material, 1.700 € auf Fräsen und Verlegen und 1.600 € auf die Kellerdecke. Sinnvoll ist das vor allem dann, wenn ohnehin ein neuer Boden ansteht.

Was bringt der hydraulische Abgleich?

Er sorgt dafür, dass jeder Heizkörper genau die Wassermenge bekommt, die er braucht, und erst dann lässt sich der Vorlauf absenken. Für die KfW und die IFB ist Verfahren B Bedingung. Laut Bundesverband Wärmepumpe sind 80 % der Anlagen nicht abgeglichen.

Im Angebot kostet der Abgleich im Median 1.071 €, die Spanne reicht von 120 bis 5.300 €, und in 86 % der Angebote ist er enthalten (Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Auswertung 07/2026). Ohne ihn werden Räume nah am Kessel zu warm und ferne zu kalt, und dann wird der Vorlauf wieder hochgedreht.

Wenn 55 °C nicht reichen

Bei dauerhaft hohem Vorlauf rechnet sich die Luft-Wasser-Wärmepumpe schlechter, weil sie für dieselbe Wärme mehr Strom braucht. Geräte mit hohen Vorlauftemperaturen gibt es, bei hohem Vorlauf brauchen aber auch sie mehr Strom. Wie stark die Jahresarbeitszahl dann sinkt, rechnen wir mit Ihnen durch, bevor Sie sich festlegen.

Oft ist die bessere Reihenfolge zuerst Fenster und Dach, dann einzelne Heizkörper, dann das Gerät. Passt das alles nicht, sehen wir uns eine Hybridheizung oder den Fernwärmeanschluss an, und auch das sagen wir Ihnen dann so.

Notieren Sie beim Test, welche Räume warm wurden, und schreiben Sie dazu Baujahr, Zahl der Heizkörper und den Jahresverbrauch. Das schicken Sie über das Formular oder an kontakt@waermepumpe-in-hamburg.de, Fotos von Kessel und zwei, drei Heizkörpern helfen uns zusätzlich. Darauf antworten wir innerhalb eines Werktags.

Häufige Fragen

Wie hoch darf die Vorlauftemperatur bei einer Wärmepumpe sein?

55 °C nennt die Verbraucherzentrale als Obergrenze des Ziels, gut läuft die Anlage zwischen 30 und 50 °C. Technisch sind bis 70 °C möglich, die Effizienz sinkt dabei aber.

Funktioniert eine Wärmepumpe mit normalen Heizkörpern?

Ja, sofern die Heizkörper ausreichend groß sind. Fraunhofer ISE fand keinen Zusammenhang zwischen Baualter und Effizienz, und ausreichend große Heizkörper liefen ähnlich niedrig wie Flächenheizungen.

Muss ich alle Heizkörper tauschen?

Nein, meist reicht ein Teil davon. Getauscht werden die Heizkörper in den Räumen, die beim Test mit 55 °C kalt bleiben, und jeder einzelne kostet in Angeboten im Median 642 €.

Brauche ich für eine Wärmepumpe eine Fußbodenheizung?

Nein, sie ist keine Bedingung. Sie senkt den Vorlauf, kostet nachgerüstet aber 20 bis 135 € je Quadratmeter laut co2online, deshalb prüfen wir zuerst die vorhandenen Heizkörper.

Wie viel Strom spart ein Grad weniger Vorlauf?

2 bis 4 % je Grad nennt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in zwei Papieren. Bei 5.300 kWh Strom im Jahr sind 5 Grad weniger rechnerisch 530 bis 1.060 kWh.

Wie mache ich den Heizkörpertest?

55 °C stellen Sie an einem kalten Tag am Kessel als Vorlauf ein und drehen alle Thermostate auf Stufe 3. Werden alle Räume warm, passt die Wärmepumpe. Bleibt ein Raum kühl, reicht dort meist ein größerer Heizkörper.

Ist der hydraulische Abgleich bei der Wärmepumpe Pflicht?

Ja, für die KfW- und die IFB-Förderung gehört der Abgleich nach Verfahren B dazu. Er kostet im Angebot im Median 1.071 €, die Spanne reicht von 120 bis 5.300 € (Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz).

Welche Vorlauftemperaturen wurden in Altbauten gemessen?

31 bis 43 °C lagen in einem Feldtest von Fraunhofer ISE bei Außenluftgeräten in Gebäuden von Baujahr 1949 bis 1979 an, die Jahresarbeitszahl lag dort bei 2,5 bis 3,6.

Was kostet ein neuer Heizkörper für die Wärmepumpe?

326 bis 1.207 € je Stück, Median 642 €, nennt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in ihrer Auswertung 2025. Fünf Stück kosten zum Median rechnerisch rund 3.210 €.

Lohnt sich eine Wärmepumpe, wenn über 55 °C nötig sind?

Nein, ohne Änderung am Haus meist nicht, denn bei hohem Vorlauf rechnet sich die Luft-Wasser-Wärmepumpe schlechter. Dann prüfen wir einzelne Heizkörper, Fenster und Dach, und danach Alternativen wie Hybrid oder Fernwärme.

Hände mit Grundrissplan, Zollstock und Bleistift auf einem Esstisch aus Eiche, daneben eine Tasse Kaffee
Unverbindlich, Antwort innerhalb eines Werktags

Ihre Wärmepumpe in Hamburg

Schreiben Sie uns kurz, um welches Haus es geht und womit Sie heute heizen. Wir sagen, welche Anlage passt und welcher Förderweg sich rechnet — Rückmeldung innerhalb eines Werktags.

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