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Klinker-Einfamilienhaus mit schwarzen Solarmodulen auf dem Dach, unten am Haus das Außengerät, Blick aus dem Garten
Planung, Einbau, Wartung

Wärmepumpe mit Photovoltaik: wie viel Solarstrom in die Heizung geht

Für Hamburg rechnen wir durch, wie viel Solarstrom Ihre Wärmepumpe nutzen kann. Ohne Batterie liegt die Autarkie laut Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz bei 20 bis 33 %.

oder per E-Mail: kontakt@waermepumpe-in-hamburg.de

Eine Wärmepumpe kann Solarstrom nutzen, deckt damit aber nur einen Teil ihres Bedarfs. Ohne Batterie erreichen Haus und Wärmepumpe zusammen 20 bis 33 % Autarkie, mit smarter Betriebsstrategie 30 bis 41 %. Mit 6 kWh Batterie und 10 kWp sind es 40 bis 66 % (Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Stand 11/2026). Mit Autarkie ist gemeint, wie viel vom Strombedarf des Hauses die eigenen Module decken.

Der Eigenverbrauch ist die andere Seite derselben Rechnung, also der Anteil des erzeugten Solarstroms, den Sie selbst nutzen. In Prospekten werden beide Werte leicht verwechselt.

Betrieb Autarkie Eigenverbrauch Quelle
Beispielhaus, 10 kWp ohne Batterie 28 % 28 % Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz
Beispielhaus, 10 kWp mit 6 kWh 45 % 47 % Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz
sechs Anlagen ohne Batterie 25 bis 40 % 22 bis 37 % Fraunhofer ISE
sechs Anlagen mit Batterie 32 bis 62 % 40 bis 83 % Fraunhofer ISE

Das Beispielhaus hat 140 m², 4 Personen, 4.000 kWh Haushaltsstrom und 100 kWh/(m²a). Die Fraunhofer-Werte stammen von nur sechs Anlagen, wir nennen sie deshalb als Gegenprobe und nicht als Planungswert.

Für die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist die Solaranlage eine Stromquelle neben dem Netz. Wir sorgen dafür, dass die Heizung den Strom vom Dach auch abnehmen kann.

Warum reicht der Solarstrom im Winter nicht?

Weil die Wärmepumpe den meisten Strom in den Monaten braucht, in denen die Module am wenigsten liefern. In Fuhlsbüttel liegt das Monatsmittel im Januar bei 2,0 °C und im Juli bei 18,3 °C (DWD, 1991 bis 2020). Im Januar läuft die Heizung fast den ganzen Tag, während die Sonne tief steht und die Tage kurz sind.

Im Sommer heizt die Anlage kaum, dann bleibt vor allem das Warmwasser, und das machte im Fraunhofer-Feldtest nur 19 % der Wärme aus. Die meiste Solarernte fällt also in die Zeit mit dem geringsten Wärmebedarf. Wie viel eine bestimmte Dachfläche im Winter liefert, hängt von Ausrichtung und Verschattung ab und gehört in die Planung der Solaranlage.

Was bringt die Kombination im Jahr?

Im Beispiel unten rund 1.010 € weniger Stromkosten ohne Batterie und rund 1.630 € mit Batterie, und dem stehen rechnerisch 15.000 € Aufpreis für die Solaranlage gegenüber. Die Rechnung geht also nicht von selbst auf.

Beispiel. Angenommen, die Wärmepumpe braucht 5.300 kWh Strom im Jahr (18.000 kWh Wärme, Jahresarbeitszahl 3,4) und der Haushalt 4.000 kWh, zusammen 9.300 kWh. Alles läuft über einen Zähler zu 38,9 ct/kWh (BDEW, 01.10.2026). Die Autarkiewerte übernehmen wir vom Beispielhaus der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, das weniger Wärme braucht, und das bleibt eine Annahme.

Fall Autarkie Strom vom Dach Stromkosten weniger im Jahr
10 kWp ohne Batterie 28 % rund 2.600 kWh rund 1.010 €
10 kWp mit 6 kWh Batterie 45 % rund 4.190 kWh rund 1.630 €

Die Marktumfrage der Verbraucherzentrale Energieberatung (Preise 06/2026, abgelesen und gerundet) nennt 36.000 € für Luft-Wasser und ca. 51.000 € für Luft-Wasser mit PV. Die Größe der Solaranlage steht dort nicht, der Aufpreis von rechnerisch 15.000 € ist also nur ein Anhaltspunkt. Ohne Batterie wären das bei rund 1.010 € im Jahr rund 15 Jahre.

Die Vergütung für den Strom, der ins Netz geht, ist nicht eingerechnet und verbessert die Rechnung. Auch der Tarif spielt hinein, denn mit Heizstrom zu 29,0 ct für die Wärmepumpe ist jede eingesparte Kilowattstunde dort weniger wert. Bei einem sehr niedrigen Verbrauch wird die Rechnung schlechter, bei einem großen Verbrauch im Sommer besser, etwa mit einem Elektroauto.

Lohnt sich eine Batterie für die Wärmepumpe?

Für die Wärmepumpe allein selten, denn sie verschiebt Strom vom Mittag in den Abend, aber nicht vom Sommer in den Winter. Im Beispiel oben bringen 6 kWh rechnerisch rund 620 € im Jahr mehr, und das meiste davon kommt dem Haushaltsstrom zugute. Legen Sie diese 620 € neben den Batteriepreis in Ihrem Angebot.

Ein Pufferspeicher ist der einfachere Wärmespeicher für den Mittag, er nimmt Überschuss als warmes Wasser auf. In Angeboten liegt er laut Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz im Median bei 200 l (Vorjahresauswertung) und kostet im Median 1.237 € (Auswertung 07/2026). Ob sich ein größerer lohnt, klären wir nach den Maßen in Pufferspeicher: wie viele Liter, denn ein zu großer Puffer verliert selbst Wärme.

Soll die Wärmepumpe bei Sonne heißer fahren?

Nur maßvoll, denn jedes Grad mehr Vorlauf kostet 2 bis 4 % Strom. Im Feldtest des Fraunhofer ISE zeigten PV-optimierte Anlagen keinen signifikanten Effekt auf die Mittelwerte der Jahresarbeitszahl. Solarstrom ersetzt Netzstrom, die Wärmepumpe selbst wird dadurch nicht effizienter.

Zur Größenordnung gibt es einen Artikel der HTW Berlin von 2014. Er betrachtet 7 kWp und ein Haus mit 127 m², 3.940 kWh Haushaltsstrom und 500 l Puffer, die Zahlen sind also nicht neu und nicht direkt übertragbar.

Betrieb, HTW Berlin 2014 Eigenverbrauch
ohne Wärmepumpe knapp 20 %
Wärmepumpe ungeregelt rund 30 %
mit Regelung, höchstens 65 °C Vorlauf rund 45 %
mit Heizstab bis 90 °C im Speicher fast 70 %

Der hohe Eigenverbrauch in der letzten Zeile hat einen Preis, denn der Heizstab macht aus 1 kWh Strom nur 1 kWh Wärme. Über die Wärmepumpe wären es bei einer Jahresarbeitszahl von 3,4 im Mittel 3,4 kWh. Wir lassen den Heizstab deshalb nur laufen, wenn der Speicher sonst voll ist und der Überschuss ohnehin ins Netz ginge. Das Warmwasser heben wir am Mittag lieber über die Wärmepumpe um ein paar Grad.

Was gilt in Hamburg für diese Kopplung?

Die IFB fördert Solaranlage und Stromspeicher nicht, verlangt an der Wärmepumpe aber eine Schnittstelle nach SG Ready oder VHP Ready. Lassen Sie die Posten deshalb getrennt anbieten, damit die förderfähigen Kosten klar sind, und klären Sie den Weg nach den Regeln bei IFB oder KfW. Die Erschließung über PVT-Module, die Strom und zugleich Wärme für die Wärmepumpe liefern, zählt die IFB dagegen zu den förderfähigen Kosten.

Bei den Hamburger Energienetzen melden Sie die Wärmepumpe über einen Elektrofachbetrieb aus dem Installateurverzeichnis an. Wer das Netzentgelt nach § 14a senken will, wählt ein Modul, und das hängt mit dem Solaranteil zusammen, weil Modul 2 nur den Bezug aus dem Netz vergünstigt.

Beispiel. Modul 2 spart 6,93 ct je Kilowattstunde brutto und braucht einen separaten Zähler, Modul 1 bringt pauschal 166,58 € im Jahr. Bei 5.300 kWh aus dem Netz spart Modul 2 rund 367 €. Kommen 28 % davon vom Dach, bleiben rund 3.816 kWh und rechnerisch rund 264 €, was immer noch über Modul 1 liegt. Die Grenze liegt rechnerisch bei rund 2.405 kWh Netzbezug.

Wie der separate Zähler und die Solaranlage zusammengeschaltet werden, klärt der Elektrofachbetrieb mit dem Netzbetreiber vor dem Antrag. Modul 3 gibt es nur mit Modul 1 und intelligentem Messsystem, sein Hochtarif beim Netzentgelt von 15,59 ct brutto liegt zwischen 17:15 und 21:00 Uhr. Wer am Mittag den Puffer lädt, kommt um diese Zeit mit weniger Netzstrom aus. Die Sätze stehen vollständig unter Wärmepumpenstrom in Hamburg.

Eine Solarpflicht gibt es in Hamburg seit 01.01.2024 bei Neubauten und bei wesentlichen Umbauten des Daches, mindestens 30 % der Bruttodachfläche im Neubau und der Nettodachfläche im Bestand. Wesentlich ist der Umbau, wenn mehr als 50 % der wasserführenden Schicht erneuert werden. Steht das Dach ohnehin an, planen wir die Schnittstelle und den Zählerschrank gleich mit.

Hände eines Elektrikers an einem geöffneten Zählerschrank im Keller mit ordentlich geführten Leitungen

Woran Sie denken sollten, wenn beides zusammen kommt

Die Größe der Wärmepumpe richtet sich nach der Heizlast Ihres Hauses, das Dach ändert daran nichts. Wir prüfen außerdem den Zählerschrank früh, denn er fehlt laut Auswertung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in 46 % der Angebote und kostet im Median 2.966 € (350 bis 7.765 €). Bei beiden Anlagen zugleich wird er oft zum Engpass.

Eine bereits vorhandene Solaranlage bleibt, wie sie ist. Wir verbinden die Wärmepumpe mit dem Wechselrichter oder einem Energiemanager und stellen die Regelung so ein, dass sie den Überschuss aufnimmt.

Was wir für die Rechnung brauchen

Für eine Rechnung mit Ihren Zahlen nennen Sie uns den Gas- oder Ölverbrauch, den Haushaltsstrom und, falls schon vorhanden, die Größe der Solaranlage und das Jahr ihrer Inbetriebnahme. Ein Foto vom Zählerschrank spart später eine Rückfrage. Diese Angaben erreichen uns über das Formular oder unter kontakt@waermepumpe-in-hamburg.de.

Häufige Fragen

Wie viel Strom kann eine Solaranlage für Haus und Wärmepumpe decken?

20 bis 33 % ohne Batterie, 30 bis 41 % mit smarter Betriebsstrategie und 40 bis 66 % mit 6 kWh Batterie und 10 kWp, laut Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Der größere Teil kommt also weiter aus dem Netz, vor allem im Winter.

Kann eine Wärmepumpe im Winter nur mit Solarstrom laufen?

Nein. Sie braucht den meisten Strom in den Monaten, in denen die Module am wenigsten liefern. Für die Heizperiode planen wir deshalb immer mit Netzstrom und rechnen den Solaranteil als Abzug.

Hebt eine Batterie den Solaranteil deutlich?

Ja. Im Beispielhaus der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz mit 10 kWp steigt die Autarkie mit 6 kWh Batterie von 28 auf 45 %. Der Zuwachs kommt aber vor allem dem Abend und dem Haushaltsstrom zugute und überbrückt keine Winterwoche.

Muss die Wärmepumpe wegen der Solaranlage größer werden?

Nein. Die Größe richtet sich nach der Heizlast des Hauses und nicht nach dem Dach. Ein zu großes Gerät läuft schlechter, und viele Anlagen sind laut Fraunhofer ISE ohnehin überdimensioniert.

Fördert die IFB Hamburg die Solaranlage zur Wärmepumpe mit?

Nein. Photovoltaik und Stromspeicher zählt die IFB ausdrücklich nicht zu den förderfähigen Kosten. Lassen Sie beides im Angebot getrennt von der Wärmepumpe ausweisen.

Braucht die Wärmepumpe eine Schnittstelle für den Solarstrom?

Ja. Über die Schnittstelle läuft das Signal, wenn Überschuss vom Dach kommt, und für den IFB-Zuschuss ist SG Ready oder VHP Ready ohnehin Bedingung.

Was kostet eine Wärmepumpe zusammen mit Photovoltaik?

51.000 €, abgelesen und gerundet, nennt die Marktumfrage der Verbraucherzentrale Energieberatung (Preise 06/2026) für Luft-Wasser mit PV, 36.000 € für Luft-Wasser allein. Die Umfrage nennt die Größe der Solaranlage nicht.

Lohnt es sich, Solarstrom über den Heizstab zu verheizen?

Nein, als Regel nicht. Der Heizstab macht aus 1 kWh Strom 1 kWh Wärme, die Wärmepumpe im Feldtest-Mittel 3,4 kWh. Nutzen Sie ihn nur, wenn der Speicher sonst voll ist und der Überschuss ins Netz ginge.

Lohnt Modul 2 bei den Hamburger Energienetzen noch, wenn Solarstrom dazukommt?

Ja, rechnerisch meist, solange die Wärmepumpe über 2.405 kWh im Jahr aus dem Netz bezieht. Bei 3.816 kWh Netzbezug spart Modul 2 rund 264 € brutto, Modul 1 bringt 166,58 €. Für Modul 2 braucht es einen separaten Zähler.

Kann ich eine vorhandene Solaranlage an die neue Wärmepumpe anbinden?

Ja. Die Solaranlage bleibt, wie sie ist, und wir verbinden die Wärmepumpe über die Schnittstelle mit dem Wechselrichter oder einem Energiemanager. Wir brauchen dafür das Datenblatt des Wechselrichters und ein Foto vom Zählerschrank.

Hände mit Grundrissplan, Zollstock und Bleistift auf einem Esstisch aus Eiche, daneben eine Tasse Kaffee
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