In unserem Beispiel rechnet sie sich nicht, weil der Zuschuss bei 28.000 Euro förderfähigen Kosten endet und die Mehrkosten beim Eigentümer bleiben. In der Marktumfrage der Verbraucherzentrale Energieberatung (Preise 06/2026, gerundet) liegt die Erdsonde bei ca. 56.000 Euro und die Luft-Wasser-Anlage bei 36.000 Euro.
Beispiel. Haus in Ahrensburg, Baujahr 1965, selbst bewohnt, Ölheizung, Haushaltseinkommen in der Stufe 30.001 bis 40.000 Euro, Antrag bis 31.01.2027. Klimabonus und Einkommensbonus führen zum Deckel von 70 %, also 19.600 Euro, bei beiden Anlagen gleich. Der Feldtest des Fraunhofer ISE nennt im Mittel Jahresarbeitszahlen von 3,4 und 4,3, das ist die Wärme je Kilowattstunde Strom im Jahresmittel. Bei 18.000 kWh Wärme und Heizstrom zu 29,0 Cent spart die Sonde damit rund 320 Euro im Jahr, über 20 Jahre rund 6.400 Euro gegen rechnerisch 20.000 Euro Preisabstand.
Andere Gründe können trotzdem für die Sonde sprechen, etwa wenn kein Platz für ein Außengerät mit ausreichendem Abstand zum Nachbarfenster da ist.
Gegenüber Öl spart die Luft-Wasser-Anlage im Beispiel rund 1.640 Euro im Jahr. 2.000 Liter zu rund 169 Euro je 100 Liter (16.10.2026) kosten 3.380 Euro, die Wärmepumpe kommt mit Jahresarbeitszahl 3,0 und Heizstrom zu 29,0 Cent auf 6.000 kWh und 1.740 Euro.
Vergleichen Sie vor der Entscheidung auch, was im Angebot steckt. Laut Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz enthielten 86 % der Angebote den hydraulischen Abgleich, 68 % das Fundament und nur 23 % den Heizkörpertausch (Angebote vergleichen).
Die Regeln der Bundesförderung stehen bei der Förderung. Zuschüsse aus Hamburger Landesmitteln gibt es für Häuser in Ahrensburg nicht. Für das erste Quartal 2027 nennt die Richtlinie eine Änderung der Sätze, der Starttag steht nicht fest.