Sobald die Heizlast über etwa 20 bis 30 kW steigt, enden laut Fachhandel die einzelnen Serien-Luftgeräte, und mehrere Geräte arbeiten zusammen. Häuser mit rund 1.000 m² haben nach derselben Quelle oft 40 bis 120 kW. Das Prognos-Modellhaus mit 146 kWh/m² verbraucht rechnerisch rund 61.300 kWh und liegt damit als grober Einstieg schon bei rund 20 bis 25 kW.
Was eine Kaskade zusätzlich braucht
Fällt ein Gerät aus, läuft das andere weiter, und in der Übergangszeit reicht oft eines. Dafür braucht die Anlage Puffer, Regelung und mehr Platz, die Händlerangabe für den Aufpreis von zwei 10-kW-Geräten gegenüber einem 20-kW-Gerät liegt bei ca. 10.000 Euro. In einem Beispiel des BWP versorgen 3 × 20 kW mit 1.000 l Puffer 18 Wohnungen auf rund 1.500 m².
Wie viel von den alten Heizkörpern bleiben kann
In dem Modell mit 6 Wohnungen erreicht Luft-Wasser mit alten Heizkörpern eine Jahresarbeitszahl von 2,6, mit neuen 3,0, Sole-Wasser 3,1 und 3,6. Das ist keine Messung, aber im Altbau kann die Förderbedingung an genau dieser Stelle scheitern. Im Beispiel aus Berlin-Pankow, Baujahr 1900, 14 Wohnungen, 900 m², blieb rund die Hälfte der alten Heizkörper, gefahren wird ganzjährig mit 40 °C, vier Außeneinheiten leisten 38 kW.
Was bei Warmwasser und Etagenheizungen dazukommt
Beim Warmwasser bestimmen die Hygieneregeln die Temperatur, deshalb trennen manche Anlagen das Heizungsnetz über Frischwasserstationen vom Trinkwasser, so auch in Pankow. Bei Gasetagenheizungen kommt der Umbau auf eine zentrale Versorgung hinzu, also neue Steigestränge, etwa im früheren Schornstein. Die IFB zählt diesen Umbau zu den förderfähigen Ausgaben. Für Selbstnutzer gilt beim Klimabonus für die Gas-Etagenheizung keine Altersgrenze.
Wie weit der Schall im Innenhof trägt
Mehrere Geräte sind lauter als eines, und im Innenhof werfen die Wände den Schall zurück. Bei 65 dB nennt die LAI-Tabelle 13,9 m im allgemeinen Wohngebiet und 7,6 m im Misch- oder Kerngebiet. Die Fördergrenze liegt über 12 bis 30 kW bei 68 dB und über 30 bis 70 kW bei 78 dB, beides jenseits der LAI-Tabelle, die bei 65 dB endet. Ein Gerät an der Fördergrenze passt also noch lange nicht in den Hof, maßgeblich bleibt die Rechnung am Fenster, siehe Lautstärke am Nachbarfenster.