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Wärmepumpe in Hamburg — zur Startseite Wärmepumpe in Hamburg Planung, Einbau, Wartung KfW 458 und IFB Zuschuss für Ihre Wärmepumpe
Baustelle in einer Wohnstraße mit zwei dick gedämmten Fernwärmerohren im Graben, Absperrgitter und Klinkerhäuser
Planung, Einbau, Wartung

Wärmeplanung in Hamburg: Fernwärme oder Wärmepumpe?

Der Hamburger Wärmeplan gibt Eigentümern eine Orientierung, aber keine rechtliche Vorgabe. Für 2040 sieht er rund 78 % der Gebäude dezentral versorgt, vornehmlich mit Wärmepumpen.

oder per E-Mail: kontakt@waermepumpe-in-hamburg.de

Der Hamburger Senat hat den Wärmeplan am 16.06.2026 beschlossen. Für Eigentümer ist er rechtlich unverbindlich, die BUKEA spricht von „keine unmittelbaren rechtlichen Vorgaben“. Für 2040 sieht der Bericht zum Plan rund 78 % aller Gebäude dezentral versorgt, allem voran mit Wärmepumpen, und rund 22 % über Wärmenetze.

Wir bauen Wärmepumpen und legen keine Fernwärmeanschlüsse. Das schreiben wir vorweg, damit Sie den Vergleich richtig einordnen können. Die Fernwärmepreise stammen deshalb aus den Preisblättern der Hamburger Energiewerke, und wo das Netz für Ihr Haus näher liegt, sagen wir das.

Die Größenordnung für die ganze Stadt steht im Bericht zum Wärmeplan.

Gebäude in Hamburg Anzahl
beheizt, insgesamt 268.500
heute an Wärmenetzen knapp 35.000
sollen zusätzlich angeschlossen werden knapp 22.000
brauchen eine neue dezentrale Versorgung, vornehmlich eine Wärmepumpe rund 200.000

Auf die Netze entfallen 2040 trotzdem rund 56 % des Wärmebedarfs, denn 20 % der Gebäude stehen laut Bericht für 74 % des Bedarfs. Die Hälfte der Gebäude kommt zusammen nur auf 10 %.

Bin ich als Eigentümer an den Wärmeplan gebunden?

Nein, der Plan legt für Sie als Eigentümer nichts verbindlich fest. Er beschreibt, wo die Stadt Netze vorsieht und wo sich Häuser selbst versorgen sollen. Eine Pflicht zum Anschluss oder ein Verbot der Wärmepumpe ergibt sich aus ihm nicht.

Davon zu trennen sind die Regeln, die für den Heizungstausch tatsächlich gelten. Das Gebäudemodernisierungsgesetz hat die 65-Prozent-Pflicht und die Betriebsverbote gestrichen, in Hamburg bleibt die 15-%-Pflicht laut Behörde „vorerst“ unverändert. Was das im Einzelnen heißt, steht unter Heizungsgesetz in Hamburg.

Auch das Hamburger Klimaziel 2040 enthält keine konkreten Heizungsregeln. Steht in Ihrem Kaufvertrag oder im Bebauungsplan etwas zur Wärmeversorgung, ist das eine eigene Frage, die wir vor der Planung mit Ihnen durchgehen.

Klinker-Wohnblock der 1920er Jahre mit grünem Innenhof, am Rand hinter einer Hecke das Außengerät einer Wärmepumpe

Welche Farbe hat mein Haus im Wärmeportal?

Das Wärmeportal der Stadt führt vier Gebietstypen, und die Farbe nennt den vorgesehenen Weg. Sie gilt für ein Gebiet, deshalb ersetzt sie keine Prüfung am einzelnen Haus.

Farbe Gebietstyp Was wir einem Eigentümer eines kleinen Hauses raten
Blau dezentral Ein Netz ist hier nicht vorgesehen. Die Wärmepumpe liegt nahe, wir prüfen Aufstellort, Schall und Heizkörper.
Rot Wärmenetz Kleine Gebäude werden laut BUKEA in der Regel nicht angeschlossen. Zuerst bei den Hamburger Energiewerken fragen.
Violett beides Beide Wege sind offen. Zwei Angebote einholen und mit denselben Annahmen rechnen.
Gelb Quartiersnetz Fragen Sie beim Bezirk nach, wer das Netz plant und wie weit das Vorhaben ist.

Als Durchschnitt nennt die BUKEA für dezentrale Gebiete 30 MWh im Jahr und 15 bis 20 kW, für Netzgebiete 150 MWh und 75 bis 100 kW. Ein Haus mit 20.000 kWh Gas im Jahr und rund 6,5 bis 8 kW Heizlast liegt deutlich darunter, also fragen Sie im roten Gebiet zuerst nach, ob es überhaupt angeschlossen würde.

Wo plant Hamburg Fernwärme und wo nicht?

Den größten Netzanteil haben nach unserer Auswertung Hamburg-Nord und Hamburg-Mitte, den kleinsten Harburg und Wandsbek. Der Bericht zum Wärmeplan nennt selbst keine Bezirkswerte, wir haben sie aus den Geodaten der Stadt gerechnet und gerundet.

Gebiet dezentral vorhandenes Netz
Hamburg gesamt 76 % 17 %
Hamburg-Nord 56 % 35 %
Hamburg-Mitte 60 % 33 %
Eimsbüttel 73 % 18 %
Altona 75 % 17 %
Bergedorf 81 % 15 %
Harburg 82 % 10 %
Wandsbek 85 % 11 %

Unsere 76 % beziehen sich auf Wohngebäude, die 78 % des Berichts auf alle Gebäude. Der Rest entfällt auf Ausbaugebiete und auf Flächen, die der Plan für beide Wege offenhält.

Innerhalb eines Bezirks gehen die Werte weit auseinander. In Hamburg-Nord liegen Barmbek-Nord bei 90 % und Winterhude bei 70 % vorhandenem Netz, in Wandsbek kommt Sasel auf 99 % dezentral. Sehen Sie deshalb immer die eigene Straße im Portal nach.

Für den Ausbau führt der Plan Stufen ab 2026, ab 2030 und ab 2035, dazu Gebiete, in denen Eigeninitiative nötig ist. Der Bericht rechnet mit rund 70 km neuen Leitungen im Jahr. Ein Ausbaujahr im Plan ist eine Planung und kein Anschlusstermin für Ihr Haus, das sollten Sie bedenken, wenn die Heizung bald getauscht werden muss.

Was kostet Fernwärme in Hamburg?

Für einen Neuvertrag im Stadtnetz nennen die Hamburger Energiewerke für 2026 brutto 9,907 Cent je Kilowattstunde, dazu 17,672 € je l/h Anschlusswert im Jahr. Einmalig kommen der Baukostenzuschuss und der Hausanschlusskostenbeitrag hinzu.

Posten, brutto Preis Stand
Arbeitspreis 9,907 ct/kWh Preisblatt 2026
Arbeitspreis 9,956 ct/kWh Preisblatt 2027
Jahresgrundpreis 17,672 € je l/h Preisblatt 2026
Jahresgrundpreis 18,099 € je l/h Preisblatt 2027
Baukostenzuschuss bis 1.000 l/h 11.305 € Preisblatt 2026
Hausanschlusskostenbeitrag zusätzlich, je nach Fall Preisblatt 2026

Die Preise gelten für Verträge auf Basis der Geschäftsbedingungen vom 01.05.2025 oder später. Laufende Altverträge können anders aussehen, und außerhalb des Stadtnetzes gelten eigene Preisblätter.

Der Anschlusswert in l/h beschreibt, wie viel Heizwasser Ihr Haus höchstens aus dem Netz zieht. Er bestimmt den Grundpreis, und für ein bestimmtes Haus haben wir dazu keinen Richtwert aus einer Quelle. Lassen Sie sich die Zahl im Angebot nennen, sonst können Sie die Jahreskosten nicht rechnen.

Was kostet es bei Ihnen?

Die Zahlen oben sind Richtwerte. Was es bei Ihnen kostet, sagen wir Ihnen nach einem kurzen Gespräch.

Fernwärme oder Wärmepumpe: Was kommt im Jahr günstiger?

Das hängt an zwei Werten, dem Anschlusswert beim Netz und der Jahresarbeitszahl bei der Wärmepumpe, also wie viel Wärme je Kilowattstunde Strom im Jahresmittel entsteht. Der Vergleich geht deshalb nicht immer gleich aus.

Beispiel. Angenommen, ein Haus braucht 18.000 kWh Wärme im Jahr, das entspricht bei 90 % Kesselnutzung 20.000 kWh Gas. Strom und Gas rechnen wir mit den BDEW-Preisen vom 01.10.2026, Wartung und Einmalkosten bleiben außen vor.

Weg Annahme Kosten im Jahr
Wärmepumpe Jahresarbeitszahl 3,4, Heizstrom 29,0 ct, 5.300 kWh 1.540 €
Wärmepumpe Jahresarbeitszahl 2,6, Strom 38,9 ct, 6.900 kWh 2.690 €
Gas zum Vergleich 13,83 ct, 20.000 kWh 2.770 €
Fernwärme Arbeitspreis 9,907 ct, 18.000 kWh 1.783 €
Fernwärme, zusätzlich Grundpreis je 100 l/h Anschlusswert 1.767 €

Die beiden Jahresarbeitszahlen stammen aus dem Feldtest von Fraunhofer ISE. Dort lag Außenluft im Mittel bei 3,4 und in der Spanne bei 2,6 bis 4,9, allerdings in einem milden Winter. Für die Fernwärme lässt sich die Jahressumme erst rechnen, wenn das Angebot den Anschlusswert nennt: Arbeitspreis plus Grundpreis nach dieser Zahl. Den ausführlichen Vergleich mit Gas finden Sie unter Heizkosten Wärmepumpe.

Bei den Einmalkosten liegt die Fernwärme nach den bekannten Posten niedriger, wobei Hausanschluss und Umbau im Preisblatt nicht beziffert sind.

Punkt Fernwärme (Stadtnetz) Luft-Wasser-Wärmepumpe
Einmalig vor Zuschuss 11.305 € Baukostenzuschuss, dazu Hausanschluss und Umbau im Keller 21.099 bis 54.168 €, Median 34.898 € (Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Auswertung 07/2026)
Zuschuss beim Versorger erfragen KfW 30 %, also 8.400 € ab 28.000 € Kosten; mehr mit Boni, siehe Förderseite
Laufend neben der Wärme Grundpreis Wartung 150 bis 300 € im Jahr (Verbraucherzentrale)
Platz Übergabestation im Haus, draußen nichts Außengerät mit Fundament, Speicher im Haus
Schall spielt keine Rolle am Nachbarfenster einzuhalten
Lieferant der Netzbetreiber Stromanbieter frei wählbar
15-%-Pflicht in Hamburg mit Netzanschluss erfüllt als einziger Erzeuger erfüllt

Laut einer Meldung von Erneuerbare Energien Hamburg vom 14.07.2026 liegt das Stadtnetz bei über 30 % klimaneutraler Wärme, bis 2028 sollen es rund 50 % werden, der Kohleausstieg ist bis spätestens Ende 2030 vorgesehen. Was die Wärmepumpe vor und nach Zuschuss kostet, steht auf den Seiten Kosten und Förderung. Der Klimageschwindigkeitsbonus liegt bei einem Antrag bis 31.01.2027 bei 16 Prozentpunkten und sinkt danach auf 12.

Wann raten wir zur Fernwärme und wann zur Wärmepumpe?

Wir raten zur Fernwärme, wenn der Anschluss angeboten wird und am Haus kein vernünftiger Aufstellort für ein Außengerät zu finden ist. Das betrifft vor allem dichte Stadtteile, in denen der Nachbar nah am Gerät wohnt.

  • Fernwärme liegt näher, wenn die Leitung in der Straße liegt, das Gebäude viele Wohnungen hat, die Abstände zum Nachbarfenster nicht reichen oder die Heizkörper auch nach einem Tausch nicht mit 55 °C Vorlauf auskommen.
  • Die Wärmepumpe liegt näher, wenn das Gebiet blau ist oder die Hamburger Energiewerke den Anschluss ablehnen und wenn Platz, Schall und Heizkörper passen. Wie man das vorab prüft, steht unter Eignung Ihres Hauses.
  • Rechnen lohnt sich, wenn beide Wege offenstehen. Dann zählen der Anschlusswert aus dem Angebot, unsere Heizlastrechnung und die Frage, welche Heizkörper bleiben können.

Der Arbeitspreis der Fernwärme allein sagt wenig, weil der Grundpreis auch im milden Winter in voller Höhe anfällt. Die Wärmepumpe hängt dagegen stärker am Strompreis und an der Einstellung, ihre Rechnung kann also auch schlechter ausgehen als im Beispiel.

Gilt der Hamburger Wärmeplan auch im Umland?

Nein, er endet an der Landesgrenze, und mehrere Städte im Umland haben eigene Pläne mit eigenen Begriffen. In Ahrensburg hat die Stadtverordnetenversammlung am 27.01.2025 einen Plan mit einem Wärmenetzeignungsgebiet in der Innenstadt und mit Prüfgebieten beschlossen.

Pinneberg schreibt in seinen Antworten zum Wärmeplan vom 23.06.2025, dass es dort keinen Anschluss- und Benutzungszwang gibt. Prüfen Sie im Umland also den Plan Ihrer Gemeinde, die Hamburger Farben, Preisblätter und die 15-%-Pflicht lassen sich nicht übertragen.

Was wir für den Vergleich von Ihnen brauchen

Für den ersten Termin reichen die Gebietsfarbe aus dem Wärmeportal, Ihr Jahresverbrauch und, falls vorhanden, das Angebot der Hamburger Energiewerke mit dem Anschlusswert. Im Termin vergleichen wir damit beide Wege für Ihr Haus und sagen Ihnen, welcher nach unserer Einschätzung näher liegt. Der Termin kostet nichts. Schreiben Sie uns über das Formular oder an kontakt@waermepumpe-in-hamburg.de, Sie bekommen innerhalb eines Werktags eine Antwort.

Häufige Fragen

Muss ich mich an den Hamburger Wärmeplan halten?

Nein. Die Stadt nennt den Plan für Eigentümer rechtlich unverbindlich, er enthält „keine unmittelbaren rechtlichen Vorgaben“. Er beschreibt, wie Hamburg die Wärmeversorgung bis 2040 plant und welche Gebiete dabei für Netze oder für dezentrale Lösungen vorgesehen sind.

Wann wurde der Wärmeplan in Hamburg beschlossen?

16.06.2026 hat der Senat den Plan beschlossen. Die Gebietstypen lassen sich im Wärmeportal der Stadt nachsehen, das allerdings keine Detailplanung für ein einzelnes Haus ersetzt.

Wie viele Gebäude sollen in Hamburg zusätzlich ans Wärmenetz?

Knapp 22.000 weitere Gebäude nennt der Bericht zum Wärmeplan, heute sind es knapp 35.000. Rund 200.000 Gebäude brauchen dagegen eine neue dezentrale Versorgung, vornehmlich eine Wärmepumpe.

Bekommt mein Einfamilienhaus im roten Gebiet Fernwärme?

Nein, in der Regel nicht. Laut BUKEA werden kleine Gebäude im roten Wärmenetzgebiet in der Regel nicht angeschlossen. Ob es für Ihr Haus anders aussieht, fragen Sie vor der Planung bei den Hamburger Energiewerken ab.

Darf ich im Wärmenetzgebiet eine Wärmepumpe einbauen?

Ja, der Wärmeplan macht Eigentümern dazu keine unmittelbaren rechtlichen Vorgaben. Ob die Wärmepumpe technisch passt, hängt am Aufstellort, am Schall und an der Vorlauftemperatur Ihres Hauses.

Wie hoch ist der Arbeitspreis für Fernwärme in Hamburg?

9,907 Cent je Kilowattstunde brutto gelten 2026 für einen Neuvertrag im Stadtnetz, 2027 sind es 9,956 Cent. Dazu kommt ein Grundpreis von 17,672 € je l/h Anschlusswert im Jahr, 2027 von 18,099 €.

Was kostet ein Fernwärmeanschluss in Hamburg?

11.305 € brutto beträgt der Baukostenzuschuss im Stadtnetz bis 1.000 l/h Anschlusswert. Der Hausanschlusskostenbeitrag kommt zusätzlich, die genaue Summe nennt das Angebot der Hamburger Energiewerke.

Ist Fernwärme in Hamburg günstiger als eine Wärmepumpe?

Das lässt sich nicht pauschal sagen. Bei 18.000 kWh Wärme liegt die Wärmepumpe je nach Jahresarbeitszahl und Stromtarif bei 1.540 bis 2.690 € im Jahr. Bei der Fernwärme kommen 1.783 € Arbeitspreis und der Grundpreis zusammen, den erst das Angebot mit dem Anschlusswert festlegt.

Erfüllt ein Fernwärmeanschluss die Hamburger 15-%-Pflicht?

Ja. Laut BUKEA erfüllt der Anschluss an ein Wärmenetz die Pflicht, ebenso eine Wärmepumpe als einziger Wärmeerzeuger. Nachzuweisen ist das innerhalb von 18 Monaten nach der Inbetriebnahme.

Muss meine Gasheizung wegen des Wärmeplans raus?

Nein. Der Wärmeplan schreibt Eigentümern nichts vor, und das Gebäudemodernisierungsgesetz hat die Betriebsverbote gestrichen. Für neu eingebaute Gas- und Ölheizungen gilt ab 01.01.2029 die Biotreppe, und in Hamburg bleibt beim Heizungstausch laut Behörde vorerst die 15-%-Pflicht.

Hände mit Grundrissplan, Zollstock und Bleistift auf einem Esstisch aus Eiche, daneben eine Tasse Kaffee
Unverbindlich, Antwort innerhalb eines Werktags

Ihre Wärmepumpe in Hamburg

Schreiben Sie uns kurz, um welches Haus es geht und womit Sie heute heizen. Wir sagen, welche Anlage passt und welcher Förderweg sich rechnet — Rückmeldung innerhalb eines Werktags.

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