Was rechnet sich in einem Haus von 1965 in Buchholz?
Das hängt an der Jahresarbeitszahl, also daran, wie viel Wärme je Kilowattstunde Strom im Jahresmittel entsteht. Bei einem schlechten Wert bleibt vom Abstand zur Gasrechnung wenig übrig.
Beispiel. Einfamilienhaus in Buchholz, Baujahr 1965, 20.000 kWh Gas im Jahr, 90 % Kesselnutzung, also 18.000 kWh Wärme. Rechnet man vom Verbrauch aus, liegt die Heizlast bei 6,5 bis 8 kW. Die Preise sind die des BDEW vom 01.10.2026, ohne Wartung gerechnet.
| Annahme |
Jahreskosten |
Abstand zum Gas |
| Gas, 13,83 Cent je Kilowattstunde |
2.770 € |
Vergleichswert |
| Wärmepumpe, Jahresarbeitszahl 3,4, Heizstrom 29,0 Cent |
1.540 € |
rund 1.230 € |
| Wärmepumpe, Jahresarbeitszahl 2,6, Strom 38,9 Cent |
2.690 € |
rund 80 € |
Die dritte Zeile kommt vor, wenn die Heizkörper hohe Temperaturen brauchen und kein Wärmepumpentarif besteht. Im Feldtest des Fraunhofer ISE lagen Außenluft-Anlagen im Bestand zwischen 2,6 und 4,9, im Mittel bei 3,4. Dort ist allerdings ein milder Winter eingeflossen, und unsanierte Häuser bilden keine eigene Gruppe.
Beim Zuschuss gilt die Bundesförderung. Bei Kosten ab 28.000 € rechnet sich die Grundförderung von 30 % auf 8.400 €. Mit Klimageschwindigkeitsbonus bei einer mindestens 20 Jahre alten Gasheizung im selbst bewohnten Haus sind es 46 % oder 12.880 €, Antrag bis 31.01.2027. Mehr dazu steht bei der Förderung, das Hamburger Zusatzprogramm dort gilt in Buchholz aber nicht.