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Wärmepumpe Klinkerhaus: Klinkerfassade der 1920er Jahre mit Ziermauerwerk um ein weißes Sprossenfenster im Abendlicht
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Wärmepumpe im Klinkerhaus: was an Fassade und Baujahr zählt

Auch an einem Hamburger Klinkerhaus lässt sich eine Wärmepumpe einbauen, mit Bohrung möglichst in der Fuge und dem Außengerät am Boden. Für die Effizienz zählt die Temperatur im Heizkreis.

oder per E-Mail: kontakt@waermepumpe-in-hamburg.de

Eine Wärmepumpe lässt sich auch an einem Hamburger Klinkerhaus einbauen. Im Feldtest von Fraunhofer ISE, Auswertung 2024, lagen 49 Außenluftanlagen in Häusern der Baujahre 1826 bis 2015 im Mittel bei einer Jahresarbeitszahl von 3,4, also 3,4 Teilen Wärme je Teil Strom. Einen Zusammenhang mit dem Baualter fanden die Forscher nicht, wohl aber mit der Temperatur im Heizkreis.

Eine eigene Vorschrift zur Wärmepumpe am Klinker haben wir in Hamburg nicht gefunden, auch keine belastbare Zahl, wie viele Häuser Rotklinker tragen. Anders ist am Klinker vor allem die Arbeit an der Fassade.

Stelle Wie wir es machen Warum
Bohrung Ohne Schlag, möglichst durch die Fuge oder so, dass wenig Stein betroffen ist Klinker ist hart und bricht beim Anbohren leicht aus
Schellen, Kanal Dübel in die Fuge Eine Fuge lässt sich nachziehen, ein Loch im Stein bleibt sichtbar
Durchführung Leicht nach außen fallend, ringsum dicht Regenwasser darf nicht nach innen laufen
Luftschicht Rohr durchgehend, Hohlraum nicht verbinden Feuchte soll nicht von der Vorsatzschale nach innen wandern
Außengerät Eigenes Fundament am Boden Keine Last an der Klinkerschale, weniger Körperschall im Haus
Luftaustritt Nicht auf Wand oder Fuge gerichtet Dort könnte sich im Winter Eis bilden

Diese Regeln stammen aus dem Handwerk und nicht aus einer Norm oder einem Hamburger Gesetz. Die Maße und das, was für alle Fassaden gilt, stehen unter Aufstellort und Maße.

Wo kommt der Wanddurchbruch am Klinkerhaus hin?

Dorthin, wo der Weg zwischen Außengerät und Heizraum am kürzesten ist und die Bohrung möglichst in der Fuge sitzt. Oft ist die Bohrung breiter als die Fuge und berührt deshalb auch Stein. Wir wählen die Lage so, dass möglichst wenig davon betroffen ist, und zeichnen sie vor dem Bohren an, damit Sie mitreden können.

Ein angebohrter alter Klinker lässt sich schlecht ersetzen, weil passende Steine in Farbe und Format oft nicht mehr zu bekommen sind. Deshalb bohren wir von innen eine kleine Pilotbohrung und setzen die Kernbohrung von außen an. Viele Klinkerhäuser sind zweischalig gebaut, mit Vorsatzschale, Luftschicht und tragender Innenwand, und die Durchführung muss alle Schichten sauber durchqueren und außen dicht sein.

Liegt der Heizraum im Keller, ist der Weg unter dem Gelände oft der sauberste für die Fassade. Dafür braucht es einen Graben, eine gedämmte Erdleitung und eine dichte Hauseinführung, und dieser Aufwand steht dann im Angebot. Beim Split-Gerät sind die Leitungen dünner als beim Monoblock, was den Durchbruch verkleinert, aber andere Vor- und Nachteile mitbringt. Mehr dazu unter Monoblock oder Split. Leitungen außen halten wir kurz und gedämmt, die Schellen sitzen in der Fuge.

Haus aus dunkelrotem Klinker mit Walmdach und Sprossenfenstern, an der Seitenwand ein Außengerät auf einem Betonsockel

Warum gehört das Außengerät nicht an die Klinkerwand?

Welche Heizlast hat mein Haus nach Baujahr?

Grob lässt sich aus dem Baujahr eine Heizlast ableiten. Für ein Einfamilienhaus von 1958 bis 1968 im Originalzustand sind es rund 106 W/m². Der Bundesverband Wärmepumpe zeigt dazu Richtwerte nach IWU 2015, wir haben sie mit 2.500 Stunden auf W/m² umgerechnet.

Baualter, Einfamilienhaus Endenergie in kWh/(m²a) Heizlast grob in W/m²
1919 bis 1948 249 100
1949 bis 1957 268 107
1958 bis 1968 266 106
1969 bis 1978 237 95
Wärmeschutzverordnung 1977 200 80
Wärmeschutzverordnung 1982 159 64
Wärmeschutzverordnung 1995 109 44
EnEV 2002 bis 2007 95,5 38

Die Werte gelten für den Originalzustand und nicht für sanierte Häuser. Ein Hersteller nennt zum Vergleich 80 bis 120 W/m² für den unsanierten und 50 bis 80 W/m² für den sanierten Altbau. Einen eigenen Wert für Klinkerfassaden enthalten diese Zahlen nicht.

Beispiel. Angenommen, Sie haben ein Reihenhaus von 1962 mit 120 m² Wohnfläche und Klinkerfassade, die Fenster und das Dach sind erneuert, und Sie verbrauchen 20.000 kWh Gas im Jahr. Nach der Tabelle ergäben sich 120 m² × 106 W/m² = rund 12,7 kW.

Aus dem Verbrauch kommen wir dagegen auf rund 6,5 bis 8 kW, weil man für kWh Gas rechnerisch 2.500 bis 3.000 Stunden ansetzt. Der Unterschied ist groß, und er entscheidet über die Gerätegröße. Unter den 156 Angeboten der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz waren 10 bis 12 kW die häufigste Größe, und laut Fraunhofer ISE sind viele Anlagen überdimensioniert. Wir rechnen die Heizlast raumweise nach DIN EN 12831, wie die Förderung es verlangt, siehe Heizlast berechnen.

Bei den Heizkosten rechnen wir im selben Beispiel mit 90 % Kesselnutzung, also 18.000 kWh Wärme, und BDEW-Preisen vom 01.10.2026, ohne Wartung. Gas kostet dann 2.770 € im Jahr, die Wärmepumpe mit einer Jahresarbeitszahl von 3,4 und 29,0 Cent Heizstrom rund 1.540 €. Läuft sie nur mit 2,6 und normalem Strom zu 38,9 Cent, sind es 2.690 €, also rund 80 € weniger als Gas.

Läuft die Wärmepumpe im alten Klinkerhaus schlechter?

Nicht wegen des Alters. Laut Fraunhofer ISE zählt die Temperatur im Heizkreis, und mit ausreichend großen Heizkörpern liegt sie ähnlich niedrig wie bei Flächenheizungen. Als Ziel nennt die Verbraucherzentrale höchstens 55 °C Vorlauf, jedes Grad weniger spart 2 bis 4 % Strom.

Der Feldtest fand allerdings in einem milden Winter statt, und ganz unsanierte Häuser waren keine eigene Gruppe. Eine Zusage für Ihr Haus lässt sich daraus nicht ableiten, deshalb machen wir den Heizkörpertest und rechnen. Wie das geht, steht unter Vorlauftemperatur prüfen, den Ablauf für ältere Häuser beschreibt die Seite Wärmepumpe im Altbau.

Muss ich die Klinkerfassade vorher dämmen?

Nein, die technischen Bedingungen der KfW-Förderung nennen keine gedämmte Außenwand. Bei den bewerteten Häusern bis Baujahr 1979 im Feldtest waren Fenster zu 95 %, Dach zu 82 % und Außenwand nur zu 51 % saniert. Die Außenwand bleibt also oft, wie sie ist, während Fenster und Dach schon erneuert sind.

Hat die Wand eine Luftschicht, kann ein Fachbetrieb sie verfüllen, die Fassade bleibt dabei sichtbar. Das nennt man Kerndämmung, und es senkt die Heizlast. Sagen Sie uns vor der Bohrung, ob das geplant ist, denn die Durchführung muss dazu passen. Eine Außendämmung verdeckt den Klinker dagegen oder braucht eine neue Fassade, und für prägende Backsteinbauten gibt es in Hamburg eine eigene Praxishilfe zur Außendämmung.

Wann brauche ich beim Backsteinbau eine Genehmigung?

Sobald das Haus unter Denkmalschutz steht oder in einem Gebiet mit Erhaltungsverordnung liegt, nicht weil es aus Klinker ist. Die BUKEA verlangt dort eine Genehmigung. Denkmäler sind laut Denkmalschutzamt in der weit überwiegenden Zahl der Fälle genehmigungsfähig, im Regelfall dann, wenn das Gerät nicht einsehbar ist und die Substanz nicht wesentlich angegriffen wird.

Am Klinker betrifft das vor allem den Durchbruch und die sichtbare Leitung, und deshalb stimmen wir den Leitungsweg mit ab. Die Stadt hat Backsteinbauten erfasst, 2009 und erweitert 2014, und Kataloge herausgegeben. Zum Wärmeplan gehört außerdem eine Karte „besonders erhaltenswerte Bausubstanz“ auf Baublockebene. Eine Regel zur Wärmepumpe haben wir aus beidem nicht entnehmen können.

Bei diesen Siedlungen mit bekannter Bauzeit sollten Sie vorab nachfragen. Ob dort Klinker verbaut ist, geht aus den Einträgen nicht hervor.

Siedlung Stadtteil Bauzeit Eintrag
Fritz-Schumacher-Siedlung Langenhorn 1920er Jahre Erhaltungsverordnung vom 17.03.2006
Frank'sche Siedlung Klein Borstel Ohlsdorf 1935 bis 1939 Denkmalliste
Schwarzwald-Siedlung Langenhorn 1935 bis 1941 Denkmalliste
Luftgausiedlung Osdorf 1939 bis 1941 Denkmalliste
Gartensiedlung Mechelnbusch Rissen 1949 bis 1954 Denkmalliste
Hohnerkamp-Siedlung Bramfeld 1953/54 Denkmalliste
Wohnanlage Horner Geest Horn 1959 bis 1962 Denkmalliste

Die Einträge stammen aus den Geodiensten der Stadt und aus dem Faltblatt des Bezirks Hamburg-Nord, sie sind keine vollständige Liste. Den Ablauf beschreiben wir unter Genehmigung in Hamburg, in Hamburg-Nord kommt das wegen der vielen Erhaltungsgebiete besonders oft vor.

Was Sie vor dem ersten Termin zusammenstellen

Machen Sie vorab Fotos von der Hausseite mit dem geplanten Platz, vom Heizraum und von der Wand, an der die Leitung durchkommen könnte. Dazu kommen Baujahr, Wohnfläche und der Gasverbrauch der letzten Jahre. Wenn Sie wissen, ob die Wand zweischalig ist, hilft das, sonst sehen wir es uns an. Der erste Termin kostet nichts. Ihre Angaben schicken Sie über das Formular oder an kontakt@waermepumpe-in-hamburg.de, wir melden uns innerhalb eines Werktags.

Häufige Fragen

Kann man an einem Klinkerhaus eine Wärmepumpe einbauen?

Ja. Die Fassade ändert an der Heizungstechnik nichts, sie verlangt nur Sorgfalt bei Bohrung und Leitungsweg. Ob das Haus passt, hängt an Vorlauftemperatur, Aufstellort und Schall am Nachbarfenster.

Muss die Klinkerfassade für die Wärmepumpe gedämmt werden?

Nein, die technischen Bedingungen der KfW-Förderung nennen keine gedämmte Außenwand. Im Feldtest von Fraunhofer ISE war die Außenwand der Häuser bis Baujahr 1979 nur zu 51 % saniert, Fenster zu 95 % und Dach zu 82 %.

Darf man für die Wärmepumpe in Klinker bohren?

Ja, außer das Haus steht unter Denkmalschutz oder in einem Erhaltungsgebiet und die Genehmigung fehlt. Dort klären wir den Durchbruch vorab. Sonst setzen wir die Bohrung möglichst in die Fuge.

Kann das Außengerät an die Klinkerwand gehängt werden?

Nein, davon raten wir ab, weil eine vorgesetzte Klinkerschale zum Tragen eines schwingenden Geräts nicht gedacht ist. Auf dem Boden überträgt das Gerät außerdem weniger Körperschall ins Haus.

Beeinflusst das Baujahr die Effizienz der Wärmepumpe?

Nein, im Feldtest von Fraunhofer ISE mit Baujahren von 1826 bis 2015 fand sich kein Zusammenhang, entscheidend war die Heizkreistemperatur. Ganz unsanierte Häuser bildeten dort allerdings keine eigene Gruppe.

Welche Heizlast hat ein Haus aus den 1960er Jahren?

106 W/m² ergeben sich grob für Einfamilienhäuser von 1958 bis 1968 im Originalzustand, umgerechnet aus den Richtwerten nach IWU 2015. Sanierte Häuser liegen darunter, deshalb rechnen wir immer auch aus Ihrem Verbrauch.

Gibt es in Hamburg eine Vorschrift für Wärmepumpen an Klinkerfassaden?

Nein, nach unserer Recherche nicht. Eine Genehmigung kann aber aus anderen Gründen nötig sein, denn im Erhaltungsverordnungs- und Denkmalschutzbereich verlangt die BUKEA sie für jede Wärmepumpe.

Gibt es eine Zahl, wie viele Hamburger Häuser Rotklinker haben?

Nein, wir haben keine belastbare Quote gefunden. Die Stadt hat Backsteinbauten erfasst und Kataloge veröffentlicht, eine Prozentzahl steht dort nach unserer Recherche nicht.

Hilft eine Kerndämmung der Wärmepumpe?

Ja, wenn die Wand eine Luftschicht hat, die sich verfüllen lässt, sinkt die Heizlast und meist auch die nötige Vorlauftemperatur. Ob das bei Ihrer Wand geht, prüft ein Fachbetrieb für Einblasdämmung vor dem Einbau.

Gilt für Siedlungen aus den 1920er Jahren etwas Besonderes?

Ja, wenn dort eine Erhaltungsverordnung gilt, wie in der Fritz-Schumacher-Siedlung in Langenhorn. Dann ist für die Wärmepumpe eine Genehmigung erforderlich, die Bauzeit allein löst sie nicht aus.

Hände mit Grundrissplan, Zollstock und Bleistift auf einem Esstisch aus Eiche, daneben eine Tasse Kaffee
Unverbindlich, Antwort innerhalb eines Werktags

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Schreiben Sie uns kurz, um welches Haus es geht und womit Sie heute heizen. Wir sagen, welche Anlage passt und welcher Förderweg sich rechnet — Rückmeldung innerhalb eines Werktags.

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