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Baugrube im Garten eines Klinkerhauses mit schwarzen Rohren eines Erdkollektors in gleichmäßigen Schleifen auf Sand
Planung, Einbau, Wartung

Erdsonde und Erdkollektor: Tiefe und Fläche auf dem Grundstück in Hamburg

Für Erdwärme in Hamburg planen wir Sonden und Kollektoren nach den Abständen der Behörde. Erdsonden reichen hier meist 25 bis 100 m tief, Kollektoren liegen 1 bis 2 m unter dem Garten.

oder per E-Mail: kontakt@waermepumpe-in-hamburg.de

Erdsonden reichen in Hamburg meist 25 bis 100 m tief, Erdkollektoren liegen 1 bis 2 m unter der Oberfläche (BUKEA). Wie tief an Ihrer Adresse gebohrt werden darf, legt das Geologische Landesamt schriftlich fest. Die Maße unten stammen aus dem Leitfaden Erdwärmenutzung der Stadt, Ausgabe 2021.

Maß in Hamburg Wert
Sonde, übliche Tiefe 25 bis 100 m
Kollektor, Einbautiefe 1 bis 2 m
Sonde zur Grundstücksgrenze 5 m, weniger nur mit schriftlicher Zustimmung des Nachbarn
Kollektor zur Grundstücksgrenze 1 m
Sonde zu Sonde 5 m, bei mehr als 50 m Länge 6 m
Sonde zum Gebäude 2 m
Fernwärmeleitung 3 m
Trinkwasser- und Notbrunnen innerhalb von 100 m unzulässig

Die Stadtseite zu Auflagen und Planung nennt für zwei Anlagen abweichend 10 m. Wir planen nach dem Leitfaden und halten uns im Einzelfall an die Stellungnahme des Landesamts. Die Bohrung selbst macht eine Bohrfirma mit Zulassung nach DVGW W 120, die wir für die Erdwärmepumpe einbinden.

Wie viele Bohrmeter braucht eine Erdwärmepumpe?

Als Faustregel gelten 100 m Bohrung bei 100 m² Wohnfläche, 6 kW und rund 45 W/m (Bundesverband Wärmepumpe). W/m heißt die Wärme, die je Meter Sonde aus dem Boden kommt. Bei einer Jahresarbeitszahl von 4 kommen drei Viertel der Heizleistung aus dem Boden, daraus folgt rechnerisch:

Heizleistung 60 W/m 50 W/m 45 W/m 20 W/m
je kW 12,5 m 15 m 16,7 m 37,5 m
6 kW 75 m 90 m 100 m 225 m
8 kW 100 m 120 m 133 m 300 m
10 kW 125 m 150 m 167 m 375 m

Reicht die erlaubte Tiefe nicht für die nötigen Bohrmeter, kommt eine zweite Sonde dazu, und die braucht Platz. Welche Heizlast wirklich anliegt, sollte deshalb vor dem Gespräch mit der Bohrfirma feststehen.

Kleines Bohrgerät für eine Erdsonde im Garten eines Klinkerhauses, zwei Arbeiter von hinten, der Rasen ist abgedeckt

Wer legt in Hamburg die Bohrtiefe fest?

Die Höchsttiefe legt das Geologische Landesamt in seiner Stellungnahme fest, die der Antrag bei der BUKEA braucht. Eine Tabelle mit Maximaltiefen für ganz Hamburg haben wir nicht gefunden. Im Bohrdatenportal der Stadt steht die Wärmeleitfähigkeit des Bodens, also wie gut er Wärme leitet, für 40, 60, 80 und 100 m. Mit diesem Wert rechnet die Planung nach VDI 4640 Blatt 2.

Sonden und Betriebsstunden Wärmeleitfähigkeit 2,0 W/(m·K) Wärmeleitfähigkeit 3,0 W/(m·K)
1 Sonde, 1.200 Stunden 52,0 W/m 61,5 W/m
2 Sonden, 1.200 Stunden 48,6 W/m 58,3 W/m
2 Sonden, 2.400 Stunden 33,6 W/m 43,3 W/m
5 Sonden, 2.400 Stunden 28,3 W/m 37,3 W/m

Die Werte gelten für reinen Heizbetrieb bis 30 kW, Ausgabe 2019-06, wiedergegeben nach einem Fachvortrag. Eine Entzugsleistung über den Werten der VDI 4640 ist laut Leitfaden unzulässig. Bei 8 kW und zwei Sonden mit 2.400 Stunden sind es rechnerisch zusammen rund 179 m bei 2,0 und rund 139 m bei 3,0 W/(m·K).

Passt eine Erdsonde auf mein Grundstück?

Unter 10 m Breite ohne Zustimmung des Nachbarn in der Regel nicht, denn rechnerisch liegt dann kein Punkt 5 m von beiden Seitengrenzen entfernt. Zwei Sonden über 50 m brauchen hinter dem Haus rechnerisch 13 m Tiefe, nämlich 2 m zum Haus, 6 m zwischen den Sonden und 5 m zur hinteren Grenze.

Grundstück Sonde ohne Nachbarzustimmung Kollektor
Mittelreihenhaus, 6 m breit geht nicht für 6 kW in Lehm rechnerisch rund 37 m Gartenlänge
Endhaus oder Doppelhaushälfte, 10 m breit eine Sonde, wenn die Zufahrt passt für 6 kW in Lehm rechnerisch rund 20 m Gartenlänge
Garten 10 m breit, 13 m tief zwei Sonden hintereinander rechnerisch 88 m² nutzbar, zu wenig für 6 kW
Garten 16 m breit, 7 m tief zwei Sonden nebeneinander rechnerisch 70 m² nutzbar, zu wenig für 6 kW

Die Abstände allein reichen nicht, denn das Bohrgerät muss bis zum Bohrpunkt kommen. Bei Reihenhäusern führt der Weg oft nur durch einen schmalen Durchgang oder über das Nachbargrundstück. Auch bestehende Leitungen und eine Fernwärmeleitung im Boden prüfen wir vorab. Passt es nicht, steht die Alternative bei der Wärmepumpe im Reihenhaus.

Wie groß muss ein Erdkollektor sein?

Als Faustwert gibt der Bundesverband Wärmepumpe für 100 m² Wohnfläche 150 bis 200 m² an, bei 6 kW und 30 W/m². Genauer rechnet man über die Bodenart, und dafür stehen im Hamburger Leitfaden Werte für PE-Rohr 32 × 3 mm, 1.650 Stunden und Klimazone 3.

Boden W/m² m² je kW m² bei 6 kW m² bei 8 kW m² bei 10 kW
Sand 25 30 rund 180 rund 240 rund 300
Lehm 32 rund 23 rund 141 rund 188 rund 234
Schluff 35 rund 21 rund 129 rund 171 rund 214
Sandiger Ton 38 rund 20 rund 118 rund 158 rund 197

Die Flächen sind rechnerisch, mit einer Jahresarbeitszahl von 4. Der Kollektor darf nicht überbaut werden, Tiefwurzler gehören nicht darüber, und 1 m bleibt zur Grenze frei. Liegt er mehr als 1 m über dem höchsten Grundwasserstand, braucht er in Hamburg keine Erlaubnis, im Wasserschutzgebiet eine Befreiung.

Beispiel. Garten 8 × 25 m, also 200 m², Lehmboden, 6 kW Heizlast. Nach 1 m Rand zu jeder Grenze bleiben rechnerisch 6 × 23 m, also 138 m². Nötig wären rund 141 m², und Terrasse, Schuppen und alte Bäume sind noch nicht abgezogen. Der Kollektor passt hier also nicht.

Wo ist Erdwärme in Hamburg ausgeschlossen?

In den Wasserschutzzonen I und II sind Sonden unzulässig, in Zone III geht es nur mit Befreiung. Die sechs Wasserschutzgebiete sind Baursberg, Süderelbmarsch/Harburger Berge, Curslack/Altengamme, Langenhorn/Glashütte, Billstedt und Eidelstedt/Stellingen. Auch außerhalb davon gibt es Sperren.

Sperre Regel
Wasserschutzzone I und II unzulässig
Wasserschutzzone III nur mit Befreiung
Altlasten, Senkungsbereiche über dem Salzstock unzulässig
Tiefe Grundwasserleiter L5/L6, Rinnen L4.2 unzulässig
100 m um Trinkwasser- und Notbrunnen unzulässig

Eine Grundwasser-Wärmepumpe ist kein Ausweg, denn laut BUKEA ist in Hamburg die Genehmigungsfähigkeit sehr eingeschränkt, wegen des hohen Eisengehalts und der Verockerung. Mehr dazu steht beim Vergleich der Bauarten.

Welche Fristen gelten für die Bohrung?

Spätestens 4 Wochen vor Baubeginn muss der Antrag bei der BUKEA, Referat W 12, liegen. Wir stimmen die Unterlagen mit der Wasserbehörde ab, die Bohrfirma liefert ihren Teil dazu.

Schritt Frist oder Bedingung
Stellungnahme Geologisches Landesamt Teil des Antrags, nennt die Höchsttiefe
Erlaubnis nach § 8 WHG, Referat W 12 Antrag mindestens 4 Wochen vor Baubeginn, befristet
Kampfmittelprüfung kostenpflichtig
Bohranzeige 14 Tage vor Beginn

Bei der IFB gehören Erdsonde und Kollektor zu den förderfähigen Ausgaben, die Bohrfirma muss dort DVGW W 120 nachweisen.

Was kostet die Bohrung, und rechnet sie sich?

Der ADAC nennt für die Erdsonde 8.000 bis 16.000 € und für den Flächenkollektor 3.000 bis 10.000 €, Stand Juli und Oktober 2026. Einen neutralen Meterpreis haben wir nicht gefunden. Aus den 16.000 € von co2online für rund 100 m ergeben sich rechnerisch rund 160 € je Meter, alle Nebenkosten eingerechnet. Eigene Zahlen für Hamburg gibt es dazu nicht.

Anlage mit Einbau, vor Förderung Marktumfrage Verbraucherzentrale Energieberatung, Preise 06/2026
Luft-Wasser 36.000 €
Sole mit Erdkollektor ca. 54.000 €
Sole mit Erdsonde ca. 56.000 €

Beispiel. 18.000 kWh Wärme im Jahr, Heizstrom 29,0 Cent je Kilowattstunde (BDEW, 01.10.2026), Jahresarbeitszahlen als Mittelwerte aus dem Feldtest von Fraunhofer ISE in einem milden Jahr, ohne Wartung und ohne Zuschuss. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe mit 3,4 braucht 5.300 kWh Strom für 1.540 €, die Erdsonde mit 4,3 rechnerisch rund 4.190 kWh für rund 1.220 €. Das sind rund 320 € weniger im Jahr.

Gegen die rund 20.000 € Mehrkosten aus der Marktumfrage wären das rechnerisch rund 60 Jahre, über den Strom allein rechnet sich die Sonde hier also nicht. Für die Sonde spricht anderes. Erdsonden haben eine rechnerische Nutzungsdauer von mindestens 50 Jahren (BBSR), außen steht kein Gerät, und der Schall am Nachbarfenster entfällt. Wo ein Außengerät wegen des Schalls nicht möglich ist, kann das die Mehrkosten rechtfertigen. Die Jahresarbeitszahl streut im Feldtest auch bei Erdsonden, von 3,6 bis 5,4.

Schicken Sie uns für die erste Prüfung den Lageplan mit Grundstücksbreite und Gartentiefe, den Jahresverbrauch und ein Foto der Zufahrt. Das geht über das Formular oder per Mail an kontakt@waermepumpe-in-hamburg.de, und nach der Rückmeldung innerhalb eines Werktags sehen wir, ob sich die Anfrage beim Landesamt lohnt.

Was kostet es bei Ihnen?

Die Zahlen oben sind Richtwerte. Was es bei Ihnen kostet, sagen wir Ihnen nach einem kurzen Gespräch.

Häufige Fragen

Wie tief wird in Hamburg für Erdwärme gebohrt?

25 bis 100 m sind laut BUKEA bei Sonden üblich. Die Höchsttiefe an Ihrer Adresse legt das Geologische Landesamt schriftlich fest, eine feste Zahl für ganz Hamburg gibt es nicht.

Wie viele Bohrmeter braucht ein Einfamilienhaus?

100 m Bohrung bei 100 m² Wohnfläche, 6 kW und rund 45 W/m ist die Faustregel des Bundesverbands Wärmepumpe. Bei 8 kW sind es rechnerisch 100 bis 133 m, je nach Untergrund.

Wie viel Abstand muss eine Erdsonde zur Grundstücksgrenze haben?

5 m zur Grenze nennt der Hamburger Leitfaden Erdwärmenutzung, weniger geht nur mit schriftlicher Zustimmung des Nachbarn. Zum Gebäude sind es 2 m, zu einer Fernwärmeleitung 3 m.

Wie groß muss ein Erdkollektor sein?

150 bis 200 m² sind es laut Bundesverband Wärmepumpe je 100 m² Wohnfläche. Nach den Bodenwerten im Hamburger Leitfaden sind es rechnerisch je kW rund 20 m² in sandigem Ton und 30 m² in Sand.

Passt Erdwärme zu einem Reihenhaus?

Nein, bei einem schmalen Mittelhaus meist nicht ohne den Nachbarn. Unter 10 m Grundstücksbreite liegt rechnerisch kein Punkt 5 m von beiden Seitengrenzen entfernt, dazu fehlt oft die Zufahrt für das Bohrgerät.

Braucht man in Hamburg eine Genehmigung für die Erdsonde?

Ja, eine Erlaubnis nach § 8 WHG bei der BUKEA, Referat W 12, befristet und mindestens 4 Wochen vor Baubeginn beantragt. Die Bohranzeige folgt 14 Tage vor Beginn.

Wo sind Erdsonden in Hamburg verboten?

100 m um Trinkwasser- und Notbrunnen sowie in den Wasserschutzzonen I und II sind sie unzulässig, in Zone III geht es nur mit Befreiung. Hamburg hat sechs Wasserschutzgebiete.

Was kostet die Erdbohrung für ein Einfamilienhaus?

8.000 bis 16.000 € nennt der ADAC für die Erdsonde, Stand Juli und Oktober 2026. co2online rechnet bei 130 m² mit 16.000 € für die Bohrung, bei rund 100 m sind das rechnerisch rund 160 € je Meter.

Lohnt sich eine Erdsonde gegenüber der Luft-Wasser-Wärmepumpe?

Nein, allein über den Strom meist nicht. Im Beispiel spart die Sonde rund 320 € im Jahr, nach der Marktumfrage kostet sie aber rechnerisch rund 20.000 € mehr, das wären rund 60 Jahre.

Darf man über einen Erdkollektor bauen oder Bäume pflanzen?

Nein, der Kollektor darf nicht überbaut werden, und Tiefwurzler gehören nicht darüber. Terrasse, Schuppen und alte Bäume ziehen wir deshalb von der nutzbaren Fläche ab.

Hände mit Grundrissplan, Zollstock und Bleistift auf einem Esstisch aus Eiche, daneben eine Tasse Kaffee
Unverbindlich, Antwort innerhalb eines Werktags

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